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Prävention von Lungenerkrankungen

Der Begriff „Prävention“ stammt von dem lateinischen Wort praevenire ab, was so viel bedeutet wie „zuvorkommen“, „verhüten“. Prävention bedeutet also jede Maßnahme, die eine Beeinträchtigung der Gesundheit verhindern oder auch verzögern kann. Man unterscheidet drei Formen der Prävention:

  • Primärprävention: Hierunter fallen gesundheitliche Aufklärung sowie Screening
  • Sekundärprävention bezeichnet die Früherkennung von Erkrankungen
  • Tertiärprävention: Hiermit ist gemeint, dass eine Verschlimmerung oder das Wiederauftreten einer bereits bestehenden Erkrankung verhindert wird

Rauchen macht krank

In 85 von 100 COPD-Fällen ist Rauchen die Krankheitsursache. Eine ähnliche Quote gilt auch für Lungenkrebs, die dritthäufigste Krebserkrankung in Deutschland. Zwar ist den meisten Rauchern bewusst, dass der Konsum von Tabak krank machen kann – dennoch fällt ihnen das Aufhören schwer. Nur etwa 3 % der Aufhörversuche, die ohne Hilfsmittel, mit reiner Willenskraft durchgeführt werden, sind laut Deutscher Atemwegsliga erfolgreich. Wer daher mit dem Gedanken spielt, das Rauchen aufzugeben, sollte Beratungsangebote in Anspruch nehmen.

Vermeiden der Auslöser

Laut lungenaerzte-im-netz,de könnten etwa 50 % der Asthma-Erkrankungen vermieden werden, wenn die Betroffenen das Wissen über Risikofaktoren von Asthma konsequent umsetzen würden. Hierzu zählt z. B. der Verzicht auf die Zigarette, die Trennung von einem Haustier oder die Hyposensibilisierung gegen Heuschnupfen. Bei dieser Behandlung wird dem Körper das Allergen in steigender Dosis gespritzt. Dadurch wird mit der Zeit die Empfindlichkeit gegenüber diesem Allergen herabgesetzt. Auslöser lassen sich aber auch durch verschiedene Verhaltensweisen oder Vorsichtsmaßnahmen reduzieren. Leidet man beispielsweise unter einer Allergie gegen Hausstaubmilben, der häufigsten Ursache für allergisches Asthma, sollte man nunnötige Milbenfänger wie Vorhänge oder Wollteppiche aus dem Schlafzimmer entfernen und milbenundurchlässige Matrazenüberzüge verwenden.

Impfen schützt vor Krankheiten

Beim Impfen werden den Menschen Erreger bzw. deren Bestandteile verabreicht. Diese werden von dem menschlichen Immunsystem als körperfremd erkannt. Es bildet Antikörper gegen diese Erreger. Kommt nun der Organismus zu einem späteren Zeitpunkt mit dem „echten“ Erreger in Kontakt, kann er schneller reagieren und diesen abwehren. Ziel der Impfung ist es also, langfristig einen wirksamen Schutz gegen die Infektionskrankheit aufzubauen.

Menschen mit Lungenerkrankungen – wie auch Nicht-Betroffene – sollten sich gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten impfen lassen. Eine Impfung gegen Mumps, Masern und Röteln ist notwendig, wenn man nach 1970 geboren wurden und unklar ist, ob der Impfschutz gegen diese Erkrankungen ausreicht. Darüber hinaus empfiehlt die ständige Impfkommission für Menschen mit Lungenerkrankungen, sich jedes Jahr im Oktober oder November gegen Grippe impfen zu lassen. Die erste Grippewelle kommt meist im Dezember – bis dahin ist dann der Impfschutz aufgebaut. Dieser kleine Piks kann zwar nicht hundertprozentig vor einer Grippe schützen, da der Erreger sich immer wieder verändert. Nichtsdestotrotz ist eine Impfung sinnvoll, denn wenn Geimpfte erkranken, verläuft die Grippe meist milder. Für Menschen mit Asthma und COPD übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten der Impfung. Für Lungenerkrankte wird zudem empfohlen, sich alle drei bis fünf Jahre gegen Pneumokokken immunisieren zu lassen. Dies sind Bakterien, die für 80 % der Lungenentzündungen verantwortlich sind.

Bewegung erhöht Lebensqualität

Besonders für Menschen mit chronischen Lungenkrankheiten wie Asthma und COPD sind körperliche Bewegung und Sport wichtig: Atemnot wird reduziert, Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit gesteigert und die Lebensqualität erhöht. Sportliche Menschen mit Lungenerkrankungen können ein aktiveres Leben führen. Für Menschen mit Asthma, COPD oder anderen Lungenerkrankungen ist daher die Teilnahme an Lungensport zu empfehlen. Allerdings sollten Interessierte sich vor der ersten Übungsstunde von einem Facharzt untersuchen lassen.

Quelle: COPD und Asthma 2/2017

09.10.17

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