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COPD und Impfungen

Für COPD-Patienten kann jede Infektion der Atemwege problematisch sein, denn Atemwegserkrankungen dauern bei einer vorgeschädigten Lunge länger an, nehmen einen schwerwiegenderen Verlauf und können die COPD verstärken. Aus diesem Grund empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert Koch Institut (STIKO) Menschen mit COPD, sich insbesondere gegen Krankheitserreger impfen zu lassen, die Erkrankungen der Atemwege hervorrufen.

Doch auch die routinemäßig empfohlenen Impfungen für alle Erwachsene, etwa gegen Kinderlähmung (Poliomyelitis, kurz Polio) und Tetanus (Wundstarrkrampf), sollten COPD-Patienten durchführen und in den empfohlenen Abständen auffrischen lassen. Denn jede Erkrankung schwächt den Körper und das kann bei COPD u. U. eine Verschlechterung des Allgemeinzustands nach sich ziehen.

Empfohlene Impfungen

Zu den Impfungen, die alle Erwachsenen, somit auch COPD-Patienten durchführen lassen sollten, gehört die Kombinationsimpfung gegen die Atemwegserkrankungen Diphterie, Keuchhusten (Pertussis) und Tetanus, kurz als DTP-Impfung bezeichnet. Diese Impfung sollte alle zehn Jahre aufgefrischt werden, um den Impfschutz zu gewährleisten. Die meisten Menschen wurden im Kindes- oder Jugendalter bereits gegen Kinderlähmung geimpft. In diesen Fällen reicht i. d. R. eine Auffrischimpfung im Erwachsenenalter. Diese sollte nicht versäumt werden, da die Kinderlähmung in anderen Ländern der Welt noch nicht ausgerottet ist. Nach 1970 Geborene, die in ihrem Leben weder an Masern, Mumps und Röteln erkrankt waren noch bereits gegen die drei Krankheiten geimpft wurden, sollten sich den Empfehlungen der STIKO zufolge einer Impfung unterziehen. Denn gerade im Erwachsenenalter nehmen die Krankheiten u. U. einen schwereren Verlauf und schwächen im Erkrankungsfall COPD-Patienten unnötig.

Zusätzliche Impfungen für COPD-Patienten

Menschen mit COPD empfiehlt die STIKO zudem, sich regelmäßig jedes Jahr im Herbst gegen Grippe (Influenza) impfen zu lassen. Die Grippeimpfung schützt zwar nicht in allen Fällen vor einer Ansteckung, da sich das Grippevirus im Verlauf der Grippezeit immer wieder verändert, doch nach Angaben der STIKO sind zwischen 50 und 90 % aller Geimpften (abhängig u. a. auch vom Alter und Gesundheitszustand) vor einer Infektion geschützt. Da eine Grippe oft – vor allem auch bei COPD-Patienten – einen schweren Verlauf nimmt, sollten sich Menschen mit COPD unbedingt impfen lassen und in der Grippezeit weitere Schutzvorkehrungen treffen, z. B. Menschenmengen meiden.

Eine weitere Impfempfehlung gibt die STIKO bei COPD für die Pneumokokken-Impfung. Pneumokokken sind Bakterien, die u. a. eine Lungenentzündung hervorrufen können. Da Pneumokokken insbesondere bei Patienten mit ohnehin geschwächtem Immunsystem Infektionen auslösen, sollten COPD-Patienten ihren Arzt nach der Impfung fragen, falls er sie noch nicht selbst angesprochen hat. Eine einzige Impfung genügt den Empfehlungen der STIKO zufolge derzeit, um einen ausreichenden Schutz herzustellen. Die Kosten für die Impfungen gegen Grippe und Pneumokokken übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen bei COPD-Patienten.

Quelle: allergikus 4/2016

29.03.17

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