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COPD-Selbsthilfegruppe Plettenberg

Erkrankte und deren Angehörige stehen im Vordergrund

Gegründet wurde unsere COPD-Selbsthilfegruppe in Plettenberg, das liegt im Sauerland. Die alarmierend ansteigende Zahl der an COPD-Erkrankten hatte uns damals dazu motiviert, mehr Arbeit auf dem Gebiet der Aufklärung und Prävention zu leisten. Die Selbsthilfegruppe sollte Atemwegs-Erkrankten und deren Angehörigen dabei helfen, ihre Krankheit und die damit verbundenen, oftmals erschwerten Lebensumständen besser zu bewältigen. Das ist nunmehr fünfeinhalb Jahre her. Seitdem ist die Zahl unserer aktiven Mitglieder auf 62 angestiegen.

Die Hauptaufgabe unserer Gruppe ist es, die Selbsthilfe untereinander zu fördern. Denn gerade der Selbsthilfe wird ein hoher Stellenwert zugeschrieben. Das zeigt sich schon darin, dass Förderprogramme der Krankenkassen existieren. Wir werden durch diese Fördergelder unterstützt und bedanken uns an dieser Stelle aufrichtig dafür. Ohne diese Unterstützung wäre unsere Arbeit in dem gegebenen Umfang nicht durchzuführen.

Die Ziele unserer Selbsthilfegruppe lassen sich wie folgt beschreiben:

Wir möchten mit unserer Selbsthilfegruppe möglichst viele Betroffene mit COPD und Asthma erreichen. Wir versuchen, ihnen dabei zu helfen, ihre neue Situation zu verstehen, sie anzunehmen und mit „Leidensgenossen“ darüber zu reden. Manchmal reicht dies schon aus, um Hilfe im Alltag zu bekommen.

Darüber hinaus finden bei uns aufschlussreiche Vorträge von Fachmedizinern, Vertretern von Krankenhäusern und Therapeuten statt. Diese helfen Betroffenen, viele Dinge in Bezug auf die Erkrankung kennenzulernen. Sie zeigen aber auch durch praktische Beispiele, wie wir mit der Krankheit besser umgehen können.

Erst wenn die Betroffenen ihre Krankheit verstehen, kann man von ihnen Therapietreue erwarten, die z. B. bei der Einnahme von Medikamenten nötig ist. Gleiches gilt auch für die Teilnahme am Lungensport. Bei uns in Plettenberg wurden auf unser Betreiben hin, unter der Regie des Schwimmvereines, drei Lungensportgruppen gegründet. Geführt werden diese von einer zertifizierten Übungsleiterin. Alle drei Gruppen erfreuen sich über eine rege Teilnahme, auch wenn der ein oder andere manchmal seinen inneren Schweinehund überwinden muss.

Unsere Selbsthilfegruppe vermittelt, dass es sehr wichtig ist, sich mit der nötigen Bereitschaft gegen eine Verschlimmerung der Erkrankung zu stemmen. Wir hoffen, dass wir unseren Mitgliedern damit die nötige Motivation geben. Durch unsere Gemeinschaft gelingt uns das recht gut, denn wir sehen, dass die Selbstbestimmung und Eigenkompetenz des Einzelnen gestärkt wurde/wird und sie sich im Gespräch mit Ärzten gut behaupten können, was manche Ärzte schon erstaunt hat.

Natürlich beraten wir auch in Bezug auf z. B. Verordnungen wie bei Lungensport. Beispielsweise, dass dieser wenn ein ärztliches Attest vorliegt, von den Krankenkassen voll bezahlt wird.

Unsere Selbsthilfegruppe leistet Aufklärung/Hilfestellung nicht nur in den Treffen vor Ort. Wir haben nämlich festgestellt, dass in der breiten Öffentlichkeit die COPD kaum bekannt ist. Das ist nicht verwunderlich, denn sogar die meisten Betroffenen, den Unterzeichner miteingeschlossen, haben erst durch die Diagnose vom Lungenfacharzt COPD kennengelernt. Davor waren viele Betroffene der Meinung, ihre Beschwerden haben mit Erkältungen, anderen Infekten oder dem Rauchverhalten zu tun – was zum Teil auch stimmte.

Um den Begriff COPD und die damit verbundenen Gefahren nicht nur unseren Mitgliedern bewusst zu machen, laden wir generell Interessierte ein, uns zu besuchen. In etlichen Fällen wurde davon schon Gebrauch gemacht. Den Termin, Veranstaltungsort als auch das Thema des Treffens geben wir in Zeitungsanzeigen bekannt.

Entsprechende Zeitschriften (auch die, die Sie gerade in der Hand halten) und andere Informationsbroschüren liegen bei uns offen aus und jeder kann sie kostenfrei mitnehmen.

Gesellige Zusammenkünfte oder gemeinsame Fahrten zählen natürlich auch zu unserem Gruppenleben. Diese werden immer wieder gerne angenommen, denn man muss auch mal wenigstens für einen gewissen Zeitraum einfach nur leben, lachen und das Leben genießen.

Leider mussten wir aber auch die schmerzliche Erfahrung machen, dass schon einige Mitglieder unserer Selbsthilfegruppe, die zu Freunden geworden waren, verstorben sind. In so einem Fall versuchen wir, die Angehörigen so gut es geht zu unterstützen.

Ihr
Horst Beyer, 1. Vorsitzender

Quelle: COPD und Asthma 4/2017

09.01.18

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