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Die COPD-Selbsthilfegruppe Viersen stellt sich vor

Mobilisations- und Lebensqualitätsverbesserung sind unsere Ziele für COPD-Erkrankte

Als bei mir im Jahre 1998 eine schwere obstruktive Atemwegserkrankung diagnostiziert wurde, war das für mich der Anfang mit der Auseinandersetzung, einer für mich bis dahin unbekannten Erkrankung, der COPD. Nach einer Phase des Kennenlernens der Erkrankung und dem Finden eines Weges, mit ihr zu leben, trat ich im Jahre 2004 in eine Lungensportgruppe ein, die in einem Krankenhaus in der Nähe von Krefeld stattfand. Hier lernte ich, dass die Mobilität ein ganz wichtiger Schritt im Leben eines COPD-Patienten ist.

Leider gab es in unserer Stadt Viersen keine Möglichkeit den Lungensport auszuüben und meine Vision war es deshalb, in unserer Stadt den Lungensport zu etablieren.

Ich (Wolfgang Karl Gillißen) gründete mit Hilde Forkel (auch an COPD erkrankt) im September 2005 die COPD-Selbsthilfegruppe Viersen, die auch der Dreh- und Angelpunkt für Mobilisation und die Lebensqualitätsverbesserung der COPD-Erkrankten ist.

Die Selbsthilfegruppe will Hilfe zur Selbsthilfe leisten, denn Selbsthilfe ist ein unentbehrlicher Teil der Gesundheitsversorgung. Die Gruppe ist daher immer bestrebt, den Betroffenen aktiv zur Verbesserung ihrer Lebensqualität beizustehen.

Unsere Ziele:

Wir sind eine örtliche Selbsthilfegruppe, die durch regelmäßige Gesprächsrunden und durch persönliche Kontakte auch die vielen Betroffenen erreichen will, die nicht die vielfältigen Möglichkeiten des Internets nutzen können, um das Wissen bezüglich ihrer Erkrankung zu erweitern. Viele Erkrankte finden nicht den Mut, ihrem Arzt gezielte Fragen zu ihrer Erkrankung zu stellen, sodass hier einige Informationsdefizite bestehen, die ausgeräumt werden müssen. Bei diesen Gesprächsrunden profitieren wir alle voneinander.

Wir möchten:

  • Hilfe für Atemwegserkrankte und deren Angehörige leisten
  • Gesundheitsförderliche Umfelder schaffen
  • Gesundheitsbezogene Projekte unterstützen
  • Die Lebensqualität der Betroffenen und deren Angehörige durch Informationen und aktive Hilfestellungen nachhaltig verbessern
  • Die Hilfe zur Selbsthilfe im Allgemeinen fördern
  • Die Selbstbestimmung und Eigenkompetenz des Einzelnen stärken
  • Die Kooperation zwischen Betroffenen, den Fachmedizinern, Krankenhäusern und Rehakliniken fördern

Die Selbsthilfegruppe führt Informationsveranstaltungen durch, die durch fachmedizinische Beteiligung ein breites Spektrum der neuesten Erkenntnisse über die Erkrankung in der Öffentlichkeit verbreiten sollen.

Aus diesem vorgegebenen Zielsetzungskatalog heraus sind die Teilnehmer der Selbsthilfegruppe vordringlich Patienten mit chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen (d. h. Betroffene mit COPD, Lungenemphysem, Alpha-1-Antitrypsinmangel und Bronchiektasen) und deren Angehörige.

Durch unsere intensive Öffentlichkeitsarbeit in Presse, Stadtinformationen sowie das Auslegen von Flyern und Postern in Krankenhäusern, bei Ärzten, Krankenkassen steigt der Bekanntheitsgrad unserer Gruppe stetig.

Die Kooperation mit dem Sportverein „Sport für betagte Bürger e. V. 1977 Viersen“ ermöglichte im Bereich Rehasport seit August 2006 sieben Lungensportgruppen zu aktivieren: zwei Gruppen für Betroffene bis zu den Schweregraden Gold 2, bis grenzwertig 3 sowie vier Gruppen für schwer erkrankte Betroffene mit Sauerstoffsubstitution mit den Schweregraden größer Gold 3.

Seit April 2009 haben wir eine enge Zusammenarbeit mit einem Krankenhaus in Viersen und dem dortigen Chefarzt. Hier im Krankenhaus wurde die fünfte, sechste und Anfang 2012, die siebte Lungensportgruppe ins Leben gerufen.

In allen Lungensportgruppen können die Betroffenen aktiv an der Verbesserung ihrer Lebenssituation mitwirken. Derzeit sind in den Lungensportgruppen ca. 90 an COPD erkrankte Menschen aktiv.

Wegen der großen Nachfrage ist die Tendenz zum Lungensport immer noch steigend, sodass zukünftig noch mehr Gruppen in Viersen entstehen werden. Ein wichtiger Beitrag unserer Selbsthilfegruppe in Viersen.

Wie aus eigener Erfahrung festgestellt, ist die Mobilität einer der wichtigsten Wege zu Verbesserung der Lebensqualität. Aus diesem Grunde wird hier in unserer Selbsthilfegruppe die Mobilisation der COPD-Patienten ganz groß geschrieben.

Durch die verschiedenen Gruppen ist für alle Schweregrade die richtige Möglichkeit zum Sport unter Aufsicht von geschulten Übungsleitern möglich. Den Gruppen für Patienten mit Sauerstoff-Substitution, die in den Krankenhäusern den Lungensport ausüben, steht auch immer ein ärztlicher Notdienst zur Verfügung.

Allen Interessenten stehen wir gerne mit Rat und Tat zur Verfügung. Bitte nutzen Sie die Kontaktmöglichkeiten. Wir wissen, dass wir unsere Krankheit nicht besiegen können, aber wir glauben zu wissen, wie wir besser mit ihr leben können.

Wolfgang Karl Gillißen
Vorsitzender COPD Selbsthilfe e. V.

Quelle: COPD und Asthma 02/2013

29.11.13

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