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München (AP) Hoffnung für Patienten mit einem Aderhaut-Melanom am Auge: Eine Studie zeigt, dass die strahlenchirurgische Cyberknife-Methode den Tumor schmerzfrei und ohne Operation zerstören kann. Bislang muss bei großen Aderhaut-Melanomen der Augapfel entfernt werden.
An dem seltenen Melanom erkranken jährlich in Deutschland knapp 500 Menschen. Dabei bildet sich anfangs ein flach wachsender Tumor, der sich zunehmend wölbt und dabei die darüber liegende Netzhaut abhebt. Die Patienten spüren anfangs keine Beschwerden, bemerken dann aber eine zunehmende Sehminderung oder einen Schatten.
Bei dem neuen Verfahren, das in Deutschland nur das Europäische Cyberknife Zentrum München-Großhadern (ECZM) vornimmt, werden aus verschiedenen Richtungen Lichtteilchen aus einem Beschleuniger auf den Tumor gefeuert. Durch die ständig wechselnden Einstrahlrichtungen bleibt das umliegende Gewebe weitgehend verschont. Die einmalige, rund dreistündige Behandlung ist – abgesehen von der örtlichen Betäubung der Augenmuskulatur – schmerzfrei. Der Patient kann anschließend wieder nach Hause gehen.
Die robotergeführte Bestrahlungseinheit benötigt keine Fixierung des Kopfes und gleicht etwaige Bewegungen des Patienten aus. Zudem sind die Kosten dieser ambulanten Behandlung nach Angaben der Universität München meist weitaus geringer als bei einem stationären Aufenthalt im Krankenhaus.
03.11.08