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Diagnose Darmkrebs: Darum ist eine Rehabilitation wichtig

Darmkrebs gehört zu den häufigen Krebserkrankungen in Deutschland. Die meisten Patienten werden im Laufe ihrer Erkrankung, oft zu Beginn, manchmal aber auch nach einer Chemotherapie, am Darm operiert. Einige erhalten für einige Zeit oder dauerhaft einen künstlichen Darmausgang. Die onkologische Rehabilitation nach der ersten Therapie ist ein wichtiger Baustein dabei, die Patienten bei der Genesung zu unterstützen und wieder fit zu machen für Beruf und Alltag.

Eine Reha soll dabei helfen, Krankheits- oder Therapiefolgen zu verringern und Belastungen zu bewältigen, betont der Krebsinformationsdienst. Das Angebot ist dabei recht flexibel: Ob ganz weit weg, am Meer oder in den Bergen, oder besser wohnortnah, weil man beispielsweise noch Kinder zu versorgen hat, beides ist möglich. Eine Rehamaßnahme kann stationär in einer Klinik stattfinden, es gibt aber auch Tageskliniken, die man täglich für die Reha aufsucht, während man für die Dauer der Maßnahme weiterhin zu Hause wohnt.

Ganzheitliche Behandlung

Bei der Reha geht es zum einen darum, mit dem veränderten Körper zurechtzukommen, beispielsweise mit einem Stoma sowie um die seelischen Belange. Zum anderen kann während der Rehabilitation eine ggf. noch notwendige Therapie fortgeführt werden. Wie die Felix-Burda-Stiftung auf berichtet, sind Rehabilitationen deshalb ganzheitlich ausgerichtet. Die psychosoziale Situation der Patienten ist dabei von besonderer Wichtigkeit, da es von ihr abhängt, ob und wann der Patient wieder erfolgreich in seinen Alltag und ggf. auch in den Beruf zurückfinden kann.

So werden bei der Darmkrebsreha medizinische und physikalische Therapien (dazu gehören z. B. Krankengymnastik, Massage oder Lymphdrainage) und Entspannungsverfahren angeboten, aber auch psychologische Einzel- und Gruppengespräche, die der Krankheitsverarbeitung dienen, mitunter auch kreative Verfahren wie Kunst- und Tanztherapie sowie Ernährungsberatung, Stomatherapie, Blasen- und Beckenbodentraining.

Rehakliniken für Stomaträger

Auf die besondere Situation von Darmkrebspatienten mit einem künstlichen Darmausgang sind viele Rehakliniken ebenfalls eingerichtet. Dort bekommen die Patienten Anleitung und Unterstützung in der Versorgung des Stomas. Die Deutsche ILCO hat auf ihrer Internetseite eine Übersicht von Rehakliniken zusammengetragen, die, so heißt es, sich verpflichtet haben, durch gezielte Maßnahmen in ihrem Therapieplan die Rehabilitation von darmkrebsbetroffenen Menschen und Stomaträgern besonders zu fördern.

Wichtig ist zudem: Man hat bei der Auswahl der Rehaklinik ein Wunsch- und Wahlrecht, dem die Kostenträger entsprechen müssen. Zudem kann man sich im Hinblick auf eine geplante Reha von den gemeinsamen Servicestellen der Kranken- und Rentenversicherung beraten lassen.

Quelle: Befund Krebs 4/2015

19.10.15

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