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Antiangiogenese: Enzym lässt Tumorzellen aushungern

30.05.07.

Antiangiogenese

Shutterstock

In einer Phase-1-Studie untersuchte ein Forscherteam des Londoner Mount Vernon Krebszentrums, ob die Blutversorgung von Krebszellen durch den Einsatz des sog. L-NNA-Enzyms eingeschränkt und damit der Tumor ausgehungert werden kann. Wie die Zeitschrift The Lancet Oncology berichtet, wurde dafür das Enzym 18 Krebspatienten, die freiwillig an der Studie teilnahmen, verabreicht. Dabei konnte beobachtet werden, dass sich der Blutanteil im von Krebs befallenen Gewebe eine Stunde nach dem Einsatz des Enzyms bei acht Testpersonen deutlich verringert hatte. Auch 24 Stunden nach der Behandlung ließ sich dieses Ergebnis noch nachweisen. Das L-NNA-Enzym behindert die Blutversorgung des Tumorgewebes, indem es ein anderes Enzym blockiert, das an der Stickstoffmonoxidproduktion beteiligt ist. Stickstoffmonoxid wiederum wird zur Blutversorgung der Körperzellen benötigt. Mit der Behandlung gehen allerdings auch Nebenwirkungen einher. Drei der Patienten wiesen einen erhöhten Blutdruck auf, drei weiteren machte Herzrasen zu schaffen.

Quelle: Leben? Leben!

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