Diese Web Seite ist von der Health On the Net Stiftung akkreditiert: Klicken Sie, um dies zu überprüfen
IVW
- Anzeige -

Kliniken in Ihrer Nähe

Protein aus Bakterien bekämpft Darmkrebs

Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebsart in Deutschland: 39.000 Männer und 34.000 Frauen erkranken jedes Jahr neu daran. Die Heilungschancen liegen im Durchschnitt bei 60 Prozent. Nun gibt es einen neuen, viel ...

 

Ultraschall beim Rektumkarzinom: Radikale OP oder lokales Herauslösen des Tumors?

Darmkrebs ist in Deutschland die zweithäufigste Krebserkrankung. Früh erkannt, ist er jedoch gut behandel- und heilbar. Mittels der Endosonografie, einer Kombination aus Ultraschall und Spiegelung, lassen sich beim Rektumkarzinom frühe Tumorformen ...

 

Transatlantisches Bündnis zur Bekämpfung des Darmkrebses

Ein besserer Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die tägliche Praxis und der Austausch von Erfolgsmodellen zur Erhöhung der Teilnahmeraten an Darmkrebsvorsorge - das waren die zentralen Punkte des 1. Transatlantischen Symposiums ...

 

Patienten haben das Recht auf eine ausführliche Beratung

Patienten haben das Recht, sich von ihrem Arzt ausführlich über ihre Behandlung informieren zu lassen. Denn nur wer über seine Krankheit und deren Behandlungsmöglichkeiten Bescheid weiß, kann die Therapie mitbestimmen. ...

 

Onkologische Rehabilitation bei Darmkrebs

Aufgrund der demografischen Entwicklung unserer Gesellschaft, der kontinuierlichen Zunahme von Tumoren des unteren Verdauungstraktes und der immer besseren Behandlungsmöglichkeiten wird die Beseitigung von Tumorfolgen und therapieassoziierten Nebenwirkungen nach Abschluss der ...

 

Sie sind hier: Startseite - Krebs - Darmkrebs - Therapie von Darmkrebs - Hyperthermie in der Krebsbehandlung

Hyperthermie in der Krebsbehandlung

28.06.07.

Onkologen und Strahlentherapeuten trafen sich im Juni in Prag auf der alljährlichen Konferenz der European Society for Hyperthermic Oncology (ESHO), und diskutierten über die neuesten Studien und Erfahrungen zum Thema Hyperthermie. Hyperthermie ist eine supportive Behandlungsmethode in der Tumortherapie, die den Behandlungserfolg klassischer Therapien steigern soll. Wie auf der aktuellen Konferenz berichtet wurde, konnten amerikanische Forscher zeigen, dass durch den Einsatz von Hyperthermie zusätzlich zur Strahlentherapie Patientinnen mit wiederkehrendem Brustkrebs erfolgreicher behandelt werden konnten. Außerdem wurden die Ergebnisse einer neuen internationale Studie des Unversitätsklinikums München zur Hyperthermie bei Weichteilsarkomen präsentiert. In der weltweit ersten randomiserten Phase III-Studie belegten die Forscher die Wirksamkeit der regionalen Hyperthermie in Kombination mit Chemotherapie bei Sarkomen. Dass bei verschiedenen Tumorarten die Hyperthermie in der Kombination mit Standardtherapieverfahren in bestimmten Fällen sinnvoll sein kann, ist schon seit einiger Zeit bekannt. Dies gilt z. B. auch für bestimmte Formen von Prostata- und Darmkrebs. Auch für Lungenkrebs gibt es für eine Kombinationstherapie positive Studienergebnisse.

Wirkprinzip und Einsatzgebiete

Das Wirkprinzip der Hyperthermie ist eine Erwärmung des Körpers bzw. des Tumors auf über 40°C, durch die die Wirkung der konventionellen Therapieverfahren verstärkt werden soll. Eine mögliche Anwendung der Hyperthermie ist abhängig von Art, Lokalisation und Ausbreitung des Tumors.

In Deutschland wird die Kombinationstherapie aus Standardtherapieverfahren und Hyperthermie bislang nicht als Routineverfahren eingesetzt, da es noch zu wenig wissenschaftlich fundierte Untersuchungen gibt. Bei bösartigen Erkrankungen, gegen die mittels einer Standardbehandlung (Operation, Strahlentherapie, Chemotherapie) mit guten bis sehr guten Ergebnissen vorgegangen werden kann, wird daher die Hyperthermie nicht eingesetzt. Im Allgemeinen sind typische Einsatzgebiete schwierige Erkrankungsfälle, z. B.
rezidivierende Tumoren, die nach konventioneller Behandlung wieder auftreten, oder schlecht bzw. nicht operable lokal fortgeschrittene Tumoren.

Anwendungsformen der Hyperthermie

Lokale H.: Bei begrenzten, oberflächlichen Tumoren werden Applikatoren
(Antennen) auf den Tumor aufgesetzt, die elektromagnetische Wellen ausstrahlen und somit das Gewebe erwärmen.

Regionale H.: Bei tiefer gelegenen Tumoren wird der Patient von einem ringförmigen Applikator umgeben, die Ankopplung der Energie erfolgt im Wasserbolus (Wasservorlaufstrecke).
Teilkörper-H.: Eine größere Region in Bauch oder Unterbauch wird unter magnetresonanztomografischer Überwachung erwärmt.

Ganzkörper-H.: Erwärmung des gesamten Körpers auf 41-42°C, erfolgt z. B. in einer wasserdampfgesättigten Kammer mit wasserdurchströmten Röhren; die Energie kann aber auch von Infrarot-Strahlern erzeugt werden.

Thermoablation: Applikatoren werden in kleinen Tumoren platziert und zerstören durch das Erreichen eines Tmperaturniveaus von 80°C und mehr die Krebszellen.

Interstitielle H.: Antennen werden im Tumor platziert oder über Hohlorgane an ihn herangeführt; in der Regel kombiniert mit interstitieller Strahlentherapie.

Extremitätenperfusion: Über die zuführende Arterie und die abführende Vene einer Extremität wird das Blut über einen externen Wärmeaustauscher erwärmt.

Nähere Informationen zum Thema Hyperthermie finden Sie auf der Internetseite www.hyperthermie.org der Interdispziplinären Arbeitsgruppe Hyperthermie der Deutschen Krebsgesellschaft e. V.

Anke Tennemann

Curado Newsletter

aktuell . fundiert . patientengerecht

Newsletter "Darmkrebs" abonnieren ...

Sachverwandte Themen

Weitere Artikel

Alle 97 sachverwandten Artikel anzeigen

Zum Abkürzungsverzeichnis

- Anzeige -