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19. Deutscher Lungentag

Am 17. September 2016 findet zum 19. Mal der Deutsche Lungentag statt. Die Veranstalter wollen in diesem Jahr die Bevölkerung für Infektionen sensibilisieren. Daher lautet das Motto der diesjährigen Veranstaltung „Infektionen der Atemwege: Vorbeugen, erkennen und behandeln“.

Der Deutsche Lungentag findet einmal im Jahr statt. Über das gesamte Bundesgebiet werden an diesem Tag kostenlose Informationsveranstaltungen für Patienten und Angehörige, Fortbildungen für Ärzte oder diverse Open-Air-Veranstaltungen angeboten. Auch Patientenorganisationen, Selbsthilfe- und Lungensportgruppen engagieren sich beim Deutschen Lungentag. Interessierte können sich über die regionalen Angebote informieren und erste Kontakte knüpfen. Geplant und realisiert werden die Aktionen durch den Verein Deutscher Lungentag, dem Vertreter von zwölf Organisationen und Fachgesellschaften angehören. Ziel des Lungentages ist es, die Erforschung von Atemwegserkrankungen als auch die Behandlung oder Betreuung von Atemwegspatienten zu fördern.

Infektion – was ist das?

Unter einer Infektion versteht man das Eindringen von Mikroorganismen wie beispielsweise Bakterien, Viren oder Pilze in den Körper. Ob sich die Keime im Organismus vermehren und wie heftig die Infektion verläuft, hängt von den krankmachenden Fähigkeiten (Pathogenität) und der Infektionskraft (Virulenz) der Erreger ab. Reagiert der Körper z. B. mit Fieber, spricht man von einer Infektionskrankheit. Da diese u. U. schwerwiegend oder sogar tödlich verlaufen kann, ist eine rechtzeitige Behandlung notwendig. Neben der Pathogenität und Virulenz des Keims hängt der Verlauf der Erkrankung auch von dem Gesundheits- und Ernährungszustand des Betroffenen ab. Gefährdet sind Kinder, Senioren und chronisch Kranke, da deren Immunsystem noch nicht ausgereift bzw. geschwächt ist.

Allerdings muss nicht jede Infektion zum Ausbruch von Symptomen und damit zur Erkrankung führen. Diese sog. stumme, symptomlose, asymptomatische oder auch inapparente Infektion tritt vor allem bei gesunden Menschen mit einem starken Immunsystem auf. Die Behandlung einer Infektionskrankheit richtet sich danach, welche Krankheitserreger diese ausgelöst haben und gegen welche Medikamente die resistent sind. Resistenz bedeutet, dass ein Keim gegenüber einen medikamentösen Wirkstoff unempfindlich ist. Sind die Bakterien oder Viren gegen mehrere Arzneimittel unempfindlich, werden sie auch als Multiresistente Erreger, abgekürzt MRE, bezeichnet. Die Ursachen hierfür können eine unzuverlässige Medikamenteneinnahme der Betroffenen oder zu häufige Verordnungen von Antibiotika sein.

Tuberkulose auf dem Vormarsch

Tuberkulose wurde früher als „Schwindsucht“ oder „Weißer Tod“ bezeichnet. In den letzten Jahren sind die Erkrankungszahlen wieder angestiegen. So erhöhte sich laut Robert Koch-Instituts die Zahl der Tuberkulose-Neuerkrankungen im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 %. Auch im Jahr 2013 war bereits eine um 2,4 % höhere Fallzahl registriert worden. Verursacht wird die Infektionskrankheit, die in den meisten Fällen die Lunge befällt, durch sog. Mykobakterien. Besonders gefährdet sind Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, Untergewicht, chronischen Erkrankungen oder einer genetisch bedingten Anfälligkeit. Tuberkulose ist mit Medikamenten gut behandelbar und heilt i. d. R. völlig aus. Allerdings haben sich in den letzten Jahren die Fälle, in denen die Infektionskrankheit durch multiresistente Erreger verursacht worden war, erhöht. Da hier die antituberkulösen Arzneistoffe wirkungslos sind, ist es schwieriger, die Erkrankung zu behandeln.

Pneumonie nicht unterschätzen

Bei einer Lungenentzündung (Pneumonie) sind das Lungengewebe (interstitielle Pneumonie) und/oder die Lungenbläschen (alveoläre Pneumonie) entzündet. Die Krankheit ist die häufigste zum Tode führende Infektionskrankheit in Westeuropa. Etwa jede siebte Pneumonie verläuft so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden muss. Verursacht wird diese durch eine Infektion mit Bakterien oder Viren, seltener durch Pilze, Strahlentherapie oder eingeatmete Reizgase wie Chlorgas oder Rauchgas. Zeigt die Pneumonie einen eher klassischen Verlauf mit Fieber, Husten und allgemeinem Krankheitsgefühl, sind bestimmte Bakterien wie Pneumokokken die Ursache. Verläuft die Pneumonie dagegen atypisch, wird sie meistens durch andere Erreger ausgelöst. An einer Lungenentzündung erkranken überwiegend Menschen mit chronischen Erkrankungen sowie Kinder und ältere Leute. Für diese Personen sind vorbeugende Maßnahmen wie Händedesinfektion, gesunde Lebensweise oder eine Pneumokokkenimpfung sowie das rechtzeitige Erkennen und das schnelle Einleiten einer medikamentösen Therapie wichtig.

Quelle: COPD und Asthma 2/2016

19.07.16

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