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Diabetiker profitieren von Ballaststoffen

Ballaststoffe sättigen, helfen beim Gewichtsmanagement und regulieren den Blutzuckerspiegel. Darüber hinaus können Ballaststoffe aus Getreideprodukten das Risiko senken, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Aber auch für Menschen, die bereits an Typ-2-Diabetes erkrankt sind, sollten sie ein wichtiger Bestandteil der Ernährung sein.

Eine der Hauptursachen von Diabetes Typ 2 ist Übergewicht und eine ungesunde Lebensweise. Vor diesem Hintergrund bekommen Ballaststoffe eine besondere Bedeutung, berichtet Diabetes Austria. Denn sie sättigen, reduzieren die Energiedichte der Nahrung und gleichen den Blutzuckerspiegel nach Mahlzeiten aus. Dadurch können sie das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, senken. Aber nicht nur zur Vorsorge, auch bei der Therapie von Diabetes Typ 2 sind Ballaststoffe wesentlich. Denn sie sind kalorienfreie Kohlehydrate, die die Verdauungssäfte nicht angreifen können. Daher können sie während der Verdauung des Essens die Aufnahme anderer Nährstoffe, wie z. B. Zucker, ins Blut verzögern. Das wirkt sich auf den Blutzuckerspiegel positiv aus, dieser steigt nicht so schnell an und fällt auch nicht plötzlich ab. Zusätzlich fühlt man sich länger satt und das wiederum bringt einen gewissen Schutz vor einer zu großen Nahrungsaufnahme und dem daraus folgenden Übergewicht. Ballaststoffe werden erst im unteren Teil des Darms verarbeitet und tragen so auch zu einer besseren Darmgesundheit bei.

40 Gramm Ballaststoffe pro Tag sollten Diabetiker zu sich nehmen. Erhöhen kann man den Konsum von Ballaststoffen etwa durch den Zusatz von Kleie zum Brot oder löslichen Ballaststoffen zu Milch oder anderen Getränken. Ältere Menschen mit Schwierigkeiten beim Kauen oder Schlucken können mit solchen Zusätzen auch die Darmtätigkeit anregen. Laut der Österreichischen Apothekerkammer ist die wichtigste Quelle für Ballaststoffe Getreide und daraus hergestellte Produkte. Dabei befinden sich die Ballaststoffe in den äußeren Schalenteilen. Daher ist ihr Anteil bei dunklen Mehlen höher als bei hellen – in Weizenmehl sind etwa 3,3 Gramm Ballaststoffe, in Weizenvollkornmehl 11 Gramm. Im Vergleich dazu ist der Ballaststoffgehalt von Gemüse und Obst relativ gering, in erster Linie wegen des hohen Wassergehalts. Allerdings würden die Österreicher laut Apothekerkammer zu wenig Brot und Getreide essen und in den vergangenen Jahrzehnten sei ein stark rückläufiger Trend zu verzeichnen. Dabei liefern Brot und Getreide neben Ballaststoffen auch wichtige Kohlehydrate und andere Nährstoffe, die in der täglichen Kost nicht fehlen sollten.

Quelle: Befund Diabetes Österreich 01/2014

20.08.14

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