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Die diabetische Nephropathie

Die diabetische Nephrophatie ist eine Nierenerkrankung, die durch eine Schädigung des Glomerulus (Gefäßknäule des Nierenkörperchens) verursacht wird. Zu den Risikofaktoren, die zu einer diabetische Nephropathie führen können, gehören u. a. eine nicht zielgerechte Blutzuckereinstellung, ein erhöhter Blutdruck, eine Hyperlipidämie und Rauchen. Nach der Praxisempfehlung zur Diabetische Nephropathie der Deutschen Diabetes Gesellschaft e. V. kann die Diagnose gesichert gestellt werden, wenn der Albumin-Quotienten im Urin bei Männern > 200 mg/g U-Krea und bei Frauen > 300 mg/g U-Krea liegt. Diese Werte werden jeweils in zwei Proben in zwei- bis vierwöchigem Abstand erhoben.

Im Verlauf der Erkrankung kommt es zu Veränderungen der Ausscheidung von Albumin im Urin, zu einer Abnahme der Filtrationsleistung der Nieren und z. B. zum Auftreten einer Hypertonie. Bei der Therapie im Frühstadium wird versucht, über zielgerechte Blutdruck- und Blutzuckereinstellung und über eine Senkung des Eiweißverzehrs eine Verschlechterung zu verhindern. Die diabetische Nephropathie kann zu einer Erhöhung des Blutdrucks führen, sodass die Nieren weiter geschädigt werden. Generell sollten zur Blutdruckeinstellung bei Diabetes zuerst ACE-Hemmer allein oder in Kombination mit Diuretika bzw. Calcium-Antagonisten eingesetzt werden. Bei einer Unverträglichkeit werden AT1-Blocker verordnet.

Bei der diabetischen Nephropathie kann es zu einer Anhäufung von Wirkstoffen, die zur Therapie des Diabetes eingesetzt werden, in den Nieren kommen. Deshalb muss bei einer Zunahme der Einschränkung der Funktion der Nieren (Niereninsuffizienz) ggf. eine Reduzierung der Dosierung durch den Arzt erfolgen oder andere Medikamente verordnet werden. Bei einer zunehmenden Niereninsuffizienz kann auch eine Dialyse oder eine Transplantation nötig werden.

Quelle: Diabetes Folge- und Begleiterkrankungen 2013

28.02.14

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