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Diagnose einer Allergie

Eine Allergie sollte bei einem Facharzt abgeklärt werden. Dieser Allergologe kann die Allergene identifizieren und eine genaue Diagnose stellen. Nur so kann eine auf die jeweilige Allergie abgestimmte Behandlung erfolgen. Allergologen dürfen sich nur Fachärzte nennen, die sich 18 Monate lang in diesem Fachgebiet weitergebildet und eine Prüfung abgelegt haben.

Um die Diagnose schnell zu ermöglichen, kann ein Allergietagebuch bezüglich des Auftretens der Allergie und der Dauer der Symptome helfen. Diese bereiten die Betroffenen auf die ausführliche Anamnese des Arztes vor, die neben der Besprechung der Symptome auch erbliche Vorbelastungen von Allergien und Fragen nach psychosomatischen Einflüssen umfassen kann. So können die Auslöser der Allergie bereits im Vorfeld eingegrenzt werden und erleichtern die Auswahl der folgenden nötigen Untersuchungen.

Je nach Art und Erscheinungsform der Allergie werden nach der Anamnese körperliche Untersuchungen durchgeführt. Sind noch Symptome vorhanden, beispielsweise Ausschläge bei einer Allergie auf Medikamente oder Nahrungsmittel, schaut der Arzt sich die Haut genau an. Handelt es sich um eine Allergie, die sich insbesondere über die Nasenschleimhäute äußert, beispielsweise Heuschnupfen, wird diese mit einer Nasenendoskopie abgeklärt.

Eine kleine Kamera, das Nasenendoskop, wird dazu in die Nase eingeführt und ermöglicht eine detaillierte Untersuchung der Nasenschleimhäute. Schleimhautabschwellende Mittel und eine lokale Betäubung erleichtern die Untersuchung. So kann der Arzt für seine Diagnose einer Allergie klären, ob es sich um chronischen Schnupfen handelt oder es eine Reizung der Nase gibt, die auf eine akute Allergie schließen lässt. Insbesondere die Färbung, Schwellung sowie Menge und Beschaffenheit des Nasensekrets werden bei der Nasenendoskopie berücksichtigt. Auch Nasennebenhöhlenentzündungen und Polypen, mögliche Folgen einer Allergie, können mit einer Nasenendoskopie diagnostiziert werden.

Erste Wahl bei der Diagnose einer Allergie – der Pricktest

Der Arzt kann zur Diagnose einer Allergie verschiedene Testmethoden anwenden. Der am häufigsten angewendete Test zur Diagnose einer Allergie ist der Pricktest. Dieser wird meist mit fünfzehn bis zwanzig Allergenen durchgeführt. Diese sind in Testlösungen enthalten, die dem Patienten auf die Haut des Unterarms oder des Rückens getropft werden. Mit einer feinen Nadel, Pricknadel genannt, wird die Haut an der Stelle der Tropfen leicht gestochen. Dadurch können die Allergene in die Haut eindringen. Es gibt einen standardisierten Pricktest, der insbesondere die Allergene berücksichtigt, die am häufigsten Allergien auslösen.

Gibt es eine vorläufige Diagnose oder einen Verdacht auf eine bestimmte Allergie können auch weitere Allergene getestet werden. Vermutet der Arzt beispielsweise eine bestimmte Allergie gegen Nahrungsmittel, können diese direkt getestet werden. Dabei handelt es sich um den sogenannten Prick-zu-Prick-Test. Der Arzt sticht dabei mit einer Nadel in das Nahrungsmittel und danach wie bei einem normalen Pricktest in die Haut des Patienten. Nach rund 20 Minuten kann der Arzt den Pricktest auswerten, um zu sehen, ob eine Allergie vorliegt.

Die Abwehrzellen des Körpers, sogenannte Mastzellen, wurden während des Pricktests mit Allergenen konfrontiert. Bei den Botenstoffen dieser Mastzellen handelt es sich zum Großteil um Histamin, das für eine Erweiterung der Blutgefäße sorgt. So bilden sich Rötungen und kleine Schwellungen an den Stellen, an denen Allergene auf der Haut aufgebracht waren gegen die eine Sensibilisierung vorlag. Dabei kann es zu leichten Schmerzen im Arm kommen.

Zur Diagnose einer Allergie werden die Reaktionen der Haut vermessen und ausgewertet. So können Sensibilisierungen des Patienten auf bestimmte Allergene nachgewiesen werden. Wie stark diese Sensibilisierung jedoch ist, kann nicht anhand des Pricktests festgestellt werden. Die Schwere der Testreaktion muss nicht mit der tatsächlichen Schwere der allergischen Reaktion übereinstimmen.

Weitere Tests zur Diagnose einer Allergie

Bei dem sogenannten RAST-Test, einer Untersuchung des Blutes, werden Allergie typische IgE-Antikörper gesucht, die auf einzelne Allergene hindeuten können. Die Aussagekraft ist gleich dem Pricktest, der RAST-Test ist jedoch aufwendiger und teurer. Er hat den Vorteil, dass er auch bei starken befürchteten allergischen Reaktionen durchgeführt werden kann. Darüber hinaus kann er bei einem ungenauen Ergebnis des Pricktests die Ergebnisse zur Diagnose einer Allergie abklären.

Genauere Auskünfte über die die Symptome auslösenden Allergie können mit dem Provokationstest ermittelt werden. Der Patient wird dabei mit den vermuteten Allergenen konfrontiert. Da es dabei zu starken allergischen Reaktionen kommen kann, sollte der Test in einer Klinik oder in einer für Notfallmaßnahmen ausgerüsteten Praxis durchgeführt werden. Über Nase, Augen oder Lunge werden die Allergene in den Körper des Patienten gebracht. Der Provokationstest zeigt so die tatsächliche Reaktion des Körpers auf die Allergene. So kann der Arzt in der Regel eine eindeutige Diagnose stellen, ob eine Allergie vorliegt oder nicht.

Miriam Schaum

11.12.13

Diagnose
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