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Stuhluntersuchung

Bei einer Stuhluntersuchung wird der menschliche Kot auf Blut und mögliche Krankheitserreger hin untersucht. Eine veränderte Konsistenz des Stuhls, eine Verfärbung oder Blut im Kot können wichtige Hinweise für mögliche Krankheitserreger liefern. Da nicht alle Symptome ohne eine Laboranalyse festgestellt werden können, ist die Stuhluntersuchung ein wichtiges Instrument der Diagnose.

Wann ist die Stuhluntersuchung sinnvoll?

Eine Stuhluntersuchung kann in vielen Fällen sinnvoll sein. So wird eine Stuhluntersuchung häufig vom Arzt angeordnet, wenn ein Patient Blut im Stuhl feststellt. Doch auch bei Schmerzen im Bauch und häufigem oder lang anhaltendem Durchfall wird eine Stuhluntersuchung durchgeführt. Die Stuhluntersuchung ist zudem Teil der Krebsvorsorge in Bezug auf Darmkrebs. Auch die Ursachen für Verfärbungen im menschlichen Kot versuchen Ärzte häufig mithilfe der Stuhluntersuchung herauszufinden. Zudem ist die Stuhluntersuchung eine wichtige Art der Diagnose, wenn bei einem Patienten der Verdacht auf den Befall von Würmern oder Parasiten besteht oder wenn der Patient vor dem Feststellen seiner Beschwerden eine Reise in tropische Länder unternommen hat.

Wie wird eine Stuhluntersuchung durchgeführt?

Die Stuhluntersuchung wird in der Regel durch den Arzt angeordnet. Der Patient erhält vor der Durchführung der Stuhluntersuchung ein Röhrchen, in das er seine Stuhlprobe füllt. In einigen Fällen ist es wichtig, dass der Patient vor der Stuhluntersuchung auf bestimmte Lebensmittel verzichtet oder bestimmte Medikamente nicht einnimmt. Auf diese Besonderheiten weist der Arzt in der Regel hin.

Nach Abgabe der Probe in der Arztpraxis wird sie zur Stuhluntersuchung ins Labor geschickt. Bei einer Stuhluntersuchung werden häufig unterschiedliche Faktoren analysiert. Geprüft wird bei der Stuhluntersuchung zum Beispiel, ob sich Blut, Würmer oder Krankheitserreger im Kot befinden. Aber auch Verdauungsstörungen und bestimmte Stoffwechselerkrankungen lassen sich durch eine Stuhluntersuchung nachweisen. Aus diesem Grund werden bei der Stuhluntersuchung zum Beispiel Fette und Enzyme im Kot gemessen.

In der Regel wird der menschliche Kot bei einer Stuhluntersuchung hinsichtlich seiner Farbe, seiner Konsistenz sowie seines Geruchs untersucht. Bei einem Verdacht auf bestimmte Erkrankungen werden nach der Stuhluntersuchung häufig weitere Analysen im Labor veranlasst. Eine weitere Stuhluntersuchung wird häufig zum Beispiel dann durchgeführt, wenn der menschliche Kot auf bestimmte Krankheitserreger untersucht werden soll. Dazu werden an drei aufeinanderfolgenden Tagen Stuhlproben entnommen und untersucht. Die Stuhluntersuchung erfolgt unter dem Mikroskop. Zudem wird bei der Stuhluntersuchung oft das Blutfett bestimmt, die Zusammensetzung der Nährstoffe wird gemessen und Enzyme werden nachgewiesen.

Auffälligkeiten bei der Stuhluntersuchung

Der menschliche Kot besteht im Regelfall aus Bakterien, Wasser, Schleimhautzellen und Resten der Nahrung. Bei einer Stuhluntersuchung untersucht man den menschlichen Kot auf mögliche Krankheitserreger und auf Blut. Während hellrotes Blut, das etwa von stärkeren Blutungen aus dem höheren Darmbereich oder von Blutungen aus dem unteren Darmabschnitt etwa von Polypen oder Hämorrhoiden stammen kann, können einige Blutungen erst durch eine Stuhluntersuchung nachgewiesen werden. Dabei handelt es sich zum Beispiel um verstecktes Blut im Stuhl, das auch okkultes Blut genannt wird. Dieses lässt sich mit bloßem Auge meist nicht erkennen und kann erst durch eine Stuhluntersuchung nachgewiesen werden.

Mögliche Ursachen für Auffälligkeiten bei der Stuhluntersuchung

Sogenanntes okkultes Blut, verstecktes Blut, das in den meisten Fällen erst durch eine Stuhluntersuchung nachgewiesen werden kann und nicht mit bloßem Auge erkennbar ist, kann ein Hinweis für unterschiedliche Erkrankungen sein. So können etwa Entzündungen und Darmpolypen sowie auch Divertikel, Ausstülpungen der Darmwand, Gründe für okkulte Blutungen sein, die in der Stuhluntersuchung nachgewiesen werden können. Die Blutungen, die bei einer Stuhluntersuchung nachgewiesen werden, können auch auf Darmkrebs hinweisen. Die Stuhluntersuchung auf verstecktes Blut gehört darum zur Krebsfrüherkennung. Dabei spricht man vom fäkalen Okkultblut-Test. Doch auch andere Erkrankungen lassen sich durch eine Stuhluntersuchung nachweisen. So können bei einer Stuhluntersuchung zum Beispiel Erreger, wie Viren, Bakterien oder Parasiten festgestellt werden.

Bei einer Stuhluntersuchung spielen jedoch nicht nur mögliche versteckte Blutungen eine Rolle, sondern auch Farbe und Konsistenz des menschlichen Kots. Viren und Bakterien können etwa zu Durchfall führen. Und auch die Farbe des menschlichen Kots ist ausschlaggebend bei einer Stuhluntersuchung. Während Kot seine Färbung in der Regel durch die Gallenfarbstoffe erhält, können Verfärbungen auf Erkrankungen hinweisen. Scheidet ein Mensch zum Beispiel sehr viel Fett aus, kann sich sein Kot grau verfärben. Sehr blasser und stark riechender menschlicher Kot kann ein Zeichen dafür sein, dass die Bauchspeicheldrüse nicht richtig arbeitet. Bedeutsam für eine Stuhluntersuchung ist auch die Menge an Kot, die ein Mensch ausscheidet. Auch diese kann ein Indikator für eine Erkrankung sein.

Weiterführende Diagnosen nach der Stuhluntersuchung

Sind bei einer Stuhluntersuchung Auffälligkeiten etwa hinsichtlich möglicher Krankheitserreger im Kot nachgewiesen worden, sind unterschiedliche weiterführende Diagnosen üblich. So wird häufig zum Beispiel eine Untersuchung des Bauchraums mithilfe von Ultraschall angewendet. Insbesondere dann, wenn etwa der Verdacht auf eine Lebererkrankung besteht. Entsteht bei einer Stuhluntersuchung der Verdacht, dass der Patient unter Darmkrebs leidet, ordnet der Arzt im Anschluss an die Stuhluntersuchung häufig eine Darmspiegelung an. Aber auch weitere Maßnahmen, wie etwa eine Blutuntersuchung, sind nach der Stuhluntersuchung üblich.

Daniela Lukaßen

07.02.13

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