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Entstehung von Eierstockkrebs

Eierstockkrebs ist eine bösartige Neubildung, die durch unkontrolliertes Zellwachstum bzw. Zellteilung entstehen kann. Wie es zur Entstehung solcher Neoplasien kommt, konnten medizinische Forscher bislang nicht zweifelsfrei klären.

„Es wird angenommen, dass bei der Ursache des Eierstockkrebses die ständige Eireifung mit der Auslösung eines Eisprunges eine Rolle spielt“, heißt, es in einer Broschüre der Stiftung Eierstockkrebs. Rund 5 % der Betroffenen haben eine genetische Disposition für Eierstockkrebs. In einzelnen Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass Kontakt mit Schadstoffen, wie Asbest eine Rolle bei der Entstehung von Eierstockkrebs spielt. Die Ernährung übt ebenfalls einen Einfluss aus. Frauen, die an Eierstockkrebs erkrankt sind, haben ein höheres Risiko auch an Brustkrebs zu erkranken.

Genetische Risikofaktoren

Es besteht jedoch allgemein Konsens darüber, dass sich Krebs entwickeln kann, wenn die Erbsubstanz von Zellen beschädigt wurde. Inzwischen ist es gelungen, bestimmte Gruppen von Genen auszumachen, die bei Krebs häufig verändert sind.

Zu diesen Genen zählen z. B. sog. Onkogene, Tumorsuppressor-Gene, Reparaturgene und Apoptosegene. Sie codieren für Eiweißstoffe, die den Zellzyklus beeinflussen und regulieren.

Kommt es zu Störungen innerhalb dieses fein abgestimmten Regelkreises, kann das zu ungesteuertem Zellwachstum, unkontrollierter Zellteilung oder -vermehrung und damit zur Entstehung von Krebs führen.

Die Schädigung der Erbsubstanz bestimmter Gene kann zur Entstehung von Krebs führen

Als Ursache dafür werden neben krebserzeugenden Substanzen, Viren und ionisierender Strahlung sowie erblich bedingte Genveränderungen in Betracht gezogen.

BRCA1- und BRCA2-Gene im Verdacht

Für die Entstehung des Eierstockkrebses haben Mediziner insbesondere zwei Gene im Verdacht, deren Mutationen auch Brustkrebs begünstigen können: das BRCA1- bzw. das BRCA2-Gen (BReast CAncer-Gen). Daher besteht für Frauen, in deren familiärem Umfeld Brustkrebserkrankungen aufgetreten sind, auch ein erhöhtes Risiko an Eierstockkrebs zu erkranken.

Anzahl der Eisprünge beeinflusst das Eierstockkrebsrisiko

Beim Eierstockkrebs vermuten Wissenschaftler darüber hinaus einen Zusammenhang zwischen der Anzahl der stattgefundenen Eisprünge und der Entstehung von Eierstockkrebs.

Bestätigt wird diese Annahme v. a. dadurch, dass Eierstocktumoren besonders häufig bei Frauen in einem höheren Lebensalter entstehen. Außerdem hat man beobachtet, dass ein frühes Eintreten der ersten Regelblutung und eine späte Menopause offenbar die Entstehung von Eierstockkrebs begünstigen, während das Ausbleiben des Eisprunges, z. B. infolge einer Schwangerschaft oder durch Ovulationshemmer zur Schwangerschaftsverhütung, das Risiko einer Entstehung von Eierstockkrebs senken.

Ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Eierstockkrebs besteht daher für Frauen, die kinderlos geblieben sind und die zur Schwangerschaftsverhütung keine hormonellen Kontrazeptiva angewendet haben, die einen Eisprung unterdrücken.

Es ist jedoch davon auszugehen, dass weitere, bis jetzt jedoch unbekannte Faktoren hinzukommen müssen, um Eierstockkrebs entstehen zu lassen. Nicht jede Frau, die wenige oder keine Kinder zur Welt gebracht und nicht durch die Pille verhütet hat, bekommt zwangsläufig Eierstockkrebs.

Antje Habekuß

22.05.17

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