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Koronar-Sportverein Braunschweig e. V.: Einrichtung einer Lungensportgruppe

Der Koronar-Sportverein Braunschweig e. V. wurde 1979 gegründet und ist inzwischen einer der größten gemeinnützigen Rehabilitationsvereine in Niedersachsen. Zielsetzung war und ist die Rehabilitation und Betreuung von Herz-Kreislauf-Kranken und die Prävention dieser Erkrankungen.

Mitte der 80er Jahre hatten wir in diesem Zusammenhang über die Gründung einer Lungensportgruppe diskutiert. Ausschlaggebend für die Gründung einer solchen Gruppe war die Tatsache, dass seit drei bis vier Jahren in den ambulanten Herzsportgruppen ein bis zwei Teilnehmer der normalen Belastung nicht mehr folgen konnten und mehrere Belastungspausen während einzelner Stundenblöcke einlegen mussten (Ursachen: COPD, Asthma u. a. Lungenerkrankungen). Des Weiteren kam uns der glückliche Umstand zugute, dass einer unserer betreuenden Ärzte im Herzsport seine Facharztausbildung im Krankenhaus im Fachbereich „Pneumologie“ macht.

Die Inhalte des Herzsportes lassen sich ansatzweise auf den Lungensport übertragen. Die körperliche Belastung der Teilnehmer in der Lungensportgruppe ist i. d. R. geringer und es werden andere Schwerpunkte in der Thematik gesetzt. Atemerleichternde Übungen haben hier u. a. einen besonderen Stellenwert.

Erfahrungsbericht aus medizinischer Sicht

Regelmäßige körperliche Aktivität bei chronisch Lungenkranken stellt neben medikamentöser und anderen Therapien einen wichtigen Eckpfeiler in der Behandlung dar. Die Belastbarkeit wird gesteigert, die Exazerbationsrate und Krankenhausaufenthalte werden reduziert sowie die Lebensqualität verbessert.

Daraus erwuchs mit zwei langjährig im Herzsport erfahrenen Übungsgruppenleitern die Idee, eine Lungensportgruppe innerhalb des Koronar-Sportvereins Braunschweig zu gründen. Mithilfe der motivierten Übungsleiter, die sich auf ein neues Betätigungsfeld freuten und gut darauf in den entsprechenden Kursen vorbereiteten, der Unterstützung durch den Koronar-Sportverein Braunschweig und die AG Lungensport konnte das Projekt dennoch realisiert werden.

Rasch formierte sich eine Gruppe, die inzwischen über 18 Teilnehmer umfasst. Einige der Teilnehmer berichteten bereits nach der kurzen Zeit von einem dreiviertel Jahr seit Gründung der Gruppe über eine zunehmende Belastbarkeit. Auch der regelmäßige Sport in der Gruppe als festes soziales Ereignis in der Woche wird als sehr positiv von den Teilnehmern berichtet. Den Übungsgruppenleitern gelingt es dabei die einzelnen Teilnehmer, individuell auf ihre Belastbarkeit abgestimmt, zu fordern. Ergänzend zum Befragen des subjektiven Befindens erfolgen dabei vor, während und nach der Belastung Kontrollen mit dem Pulsoxymeter (Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung) und Kontrollen mit dem Peak-Flow-Messgerät.

Insgesamt ist das Projekt somit trotz aller anfänglicher Zweifel ein voller Erfolg geworden. Es ist eine Freude, die Gruppe begleiten zu dürfen, die inzwischen aus zahlreichen engagierten Teilnehmern besteht. Vorgesehen ist daher auch bald die Eröffnung einer zweiten Gruppe.

N. Meyne, Arzt

Hannelore Wathling (Übungsleiterin)
N. Meyne, Arzt
Hans-Heinrich Wathling (Übungsleiter und Sportwart)

Quelle: COPD und Asthma 2/2014

14.10.14

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