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Elektronische Nase unterscheidet Asthma-Arten bei Kindern

Eine elektronische Nase ist in der Lage, verschiedene Untergruppen von Kindern mit Asthma herauszufinden. Die Untersuchung ist Teil des sog. U-BIOPRED-Projekts, mit dem Wissenschaftler mehr über verschiedene Asthmatypen herausfinden wollen, um zu besseren individuellen Diagnosen und Therapien zu kommen.

Mittlerweile verstehen Mediziner, dass es viele verschiedene Arten von Asthma gibt, die die Betroffenen in ganz unterschiedlicher Weise beeinträchtigen. Die aktuelle Forschung konzentriert sich darauf, diese verschiedenen Gruppen in Phänotypen zu unterscheiden und die diesen kleineren Asthmauntergruppen zugrunde liegenden krankmachenden Mechanismen zu entschlüsseln. Dies könnte dazu beitragen, eine maßgeschneiderte Therapie für alle von Asthma Betroffenen zu entwickeln.

Die Studie analysierte das Ausatmungsprofil von 106 Kindern mit Asthma und Atemgeräuschen. Dabei wurden auch bestimmte Partikel in der Atemluft von sog. elektronischen Nasen untersucht. Diese machten fünf ausgeprägte Asthma-Untergruppen aus, zu denen Patienten mit ähnlichen Atemprofilen gehörten. Die klinischen Charakteristika für diese Gruppen unterschieden sich nach Alter und Asthma-Symptomen. Die Ergebnisse lassen vermuten, dass die Analyse der ausgeatmeten Luft durch eine elektronische Nase dabei helfen kann, die Unterschiede zwischen den von Asthma Betroffenen auszumachen und Untergruppen zu bilden.

Paul Brinkmann, einer der Autoren der Studie: „Wir wissen, dass elektronische Nasen das Potenzial haben, uns mehr über die verschiedenen Lungenkrankheiten zu erzählen. In dieser Untersuchung haben wir gezeigt, dass sie sich effektiv dazu nutzen lassen, die fast unmerklichen Unterschiede zwischen Personen mit Asthma herauszufinden. Indem wir Asthma in verschiedene Gruppen unterteilen, werden wir in Zukunft in der Lage sein, eine bessere und individuellere Behandlung für Betroffene einzuleiten.“ Dies berichtet die European Lung Foundation.

Quelle: Allergikus 4/2014

15.04.15

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