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Entstehung von Prostatakrebs

Ist das Erbgut nur einer Zelle geschädigt, kann dies zur Entstehung von Krebs führen. Sind durch die Schädigung die normalen Mechanismen, die sowohl für die Zellteilung, als auch das Wachstum und den Tod der Zelle zuständig sind, gestört, so kommt es zu einer unkontrollierten Vermehrung dieser entarteten Zelle. Diese eine geschädigte Zelle produziert dann etliche Klone. Hinzu kommt, dass sich das Erbgut in den geklonten, krankhaft veränderten Zellen immer weiter verändert, weil DNA-Schäden von Krebszellen nicht erkannt, bzw. „repariert“ werden. Das Erbgut verändert sich also immer mehr und bildet ein wahres Mosaik aus unterschiedlich entarteten Zellen. Sichtbar wird diese Zellveränderung als ein nicht einheitliches Erscheinungsbild eines Tumors z. B. bei Prostatakrebs.

Unterscheidungsmerkmale von Prostatakrebs

Da die Entstehung von Prostatakrebs im Anfangsstadium keine Beschwerden verursacht, handelt es sich bei der Diagnose von Prostatakrebs nicht selten um einen Zufallsbefund. Z. B. bei einer Operation oder einer Untersuchung, die mit einer ganz anderen Fragestellung durchgeführt wird, kann Prostatakrebs entdeckt werden. Hierbei spricht man dann vom sog. inzidentellen Karzinom. Ein weiteres Manifestationsstadium des Prostatakrebs ist das okkulte Karzinom. Hierbei machen sich die Metastasen des Prostatakrebs durch Beschwerden bemerkbar oder werden durch eine Untersuchung aufgedeckt, nicht aber der Primärtumor des Prostatakrebs. Ein manifestes Prostatakarzinom wird hingegen als solches entweder im Rahmen einer Untersuchung oder durch das Auftreten von Beschwerden diagnostiziert.

Tumorstadien bei Prostatakrebs

Sowohl für die Wahl der Behandlung als auch für eine Prognose ist es wichtig, den Prostatakrebs in Tumorstadien einteilen zu können. Das gängige System hierfür nennt sich TNM-System und berücksichtigt sowohl die Größe und Ausdehnung des Tumors (T), als auch einen eventuellen Lymphknotenbefall (N) bzw. eine Metastasierung (M). Je nachdem wie sich die Ausdehnung des Tumors vollzieht (T1 bis T4), ob Lymphknoten (N0 oder N1) befallen sind und ob und inwieweit es Metastasen (M0 bis M1) gibt, wird durch die Ziffer hinter dem jeweiligen Buchstaben angezeigt. Prognostisch gute Heilungsaussichten haben dabei auch noch recht große Prostatatumoren. Dennoch kann die Prognose auch bei einem kleinen Prostatakrebs schlecht ausfallen, nämlich dann, wenn der Tumor gestreut hat bzw. bereits Metastasen gebildet hat.

Entstehung von Prostatakrebs: Risikofaktoren

Der größte Risikofaktor, der zur Entstehung von Prostatakrebs führen kann, ist das Alter. Während die Entstehung von Prostatakrebs bei unter 40-jährigen eher selten ist, steigt das Risiko mit zunehmendem Alter deutlich an. Im Durchschnitt liegt das Erkrankungsalter bei Prostatakrebs bei 71 Jahren. Eng mit dem Alter verbunden ist zudem die Hormonbildung, speziell die Testosteronbildung, die ab dem 40. Lebensjahr i. d. R. langsam abnimmt.

Ein weiterer Risikofaktor für die Entstehung von Prostatakrebs ist die genetische Disposition. Ist in der näheren Verwandtschaft bereits ein Prostatakarzinom aufgetaucht, sind beispielsweise Bruder oder Vater daran erkrankt, so steigt das Risiko, selbst an Prostatakrebs zu erkranken um das Zweifache. Je eher die Familienmitglieder erkrankt sind und je enger das Verwandtschaftsverhältnis, desto höher ist das eigene Risiko, für die Entstehung von Prostatakrebs.

Als Risikofaktor für die Entstehung von Prostatakrebs diskutiert wird die Beteiligung bestimmter Viren. Das fanden Wissenschaftler der Universität Utah bei der Untersuchung verschiedener Gewebeproben von Krebspatienten heraus, als sie in 27 % der Untersuchten Proben das Retrovirus XMVR nachweisen konnten.

Prostatakrebs – Wer ist betroffen?

Größter Risikofaktor an Prostatakrebs zu erkranken ist das Alter. Eine Studie zeigt dabei sehr eindrücklich, wie „gefährdet“ Männer in hohem Alter sind. Wie verschiedene Autopsiestudien zeigen, findet sich bei neun von zehn Männern, die das 90. Lebensjahr überschritten haben, ein Prostatakarzinom. Prostatakrebs ist dabei zwar die häufigste Krebsart bei Männern, allerdings keineswegs die häufigste Todesursache. Die liegt nach wie vor mit Abstand bei den Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Judith Schomaker

15.02.17

Entstehung
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