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Mittel gegen Epilepsie könnte vor Nervenschäden schützen

Ein Medikament, dass eingesetzt wird, um Epilepsieanfällen vorzubeugen, schützt möglicherweise die Nerven im Auge bei Menschen mit beginnender MS. Das legt eine Studie nahe, die auf der Jahrestagung der American Academy of Neurology vorgestellt und u. a. von den nationalen MS-Organisationen der USA und Großbritanniens unterstützt wurde. In einer Phase-II-Studie, die am University College London durchgeführt wurde, wurde der Wirkstoff Phenytoin bei einem Teil von 86 Patienten eingesetzt, die frühe Symptome einer akuten Optikusneuritis aufwiesen, oftmals Zeichen für eine beginnende MS. Der andere Teil der Patienten erhielt über einen Zeitraum von drei Monaten ein Placebo. Phenyloin wurde ausgewählt, weil es die Natriumkanäle zu den Nervenfasern im Auge blockiert. Denn – so wird vermutet – hohe Natriumkonzentrationen, die vom umgebenden Gewebe infolge von MS-bedingten Entzündungsprozessen abgegeben werden, schädigen die Nerven im Auge. Das Forscherteam fand heraus, dass die Probanden, die Phenyloin erhielten, eine um 30 % geringere Nervenschädigung aufwiesen, verglichen mit den Teilnehmern, die das Placebo-Medikament bekamen.

Quelle: Befund MS 2/2015

10.09.15

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