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Ernährung bei Hauterkrankungen

Ein Ernährungstagebuch kann bei Hauterkrankungen helfen

Zwischen der Ernährung und dem Hautbild besteht ein direkter Zusammenhang, sodass sich Lebensmittelallergien schnell auf der Haut widerspiegeln. In vielen Fällen ist ein Besuch bei einem Ernährungsspezialisten ratsam, um den Unverträglichkeiten auf die Spur zu kommen. Dr. Astrid Menne, Ernährungswissenschaftlerin aus Pommelsbrunn erläutert im Interview, wie ein Ernährungsspezialist helfen kann.

Welchen Einfluss hat die Ernährung auf die Haut?

Die Ernährung hat Einfluss auf die Haut. Wichtig ist für die Haut eine bedarfsorientierte Ernährung, d. h. eine ausreichende Zufuhr an Mikronährstoffen (Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente) genauso wie eine ausreichende Ernährung mit Makronährstoffen (Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate). Eine besondere Bedeutung hat auch eine Energie ausgewogene Ernährung, d. h., dass man sein Normalgewicht erreicht und hält. Je nachdem, welche Nährstoffe fehlen, z. B. bei einem Zink- oder Eisenmangel, kann es dazu führen, dass die Haut trockener wird, sich schuppt, zu Entzündungen neigt und ein unreines Hautbild aufweist. Zeitgleich klagen einige Betroffene auch über Haarausfall. Es kann auch zu Wundheilungsstörungen, Juckreiz und Hautveränderungen kommen.

Kann eine Nahrungsmittelallergie zu einer Hauterkrankung führen?

Ja, das ist durchaus der Fall. Besonders beim atopischen Ekzem muss berücksichtigt werden, dass die Hautveränderung und der Juckreiz durch Nahrungsmittel ausgelöst oder zumindest verschlechtert werden kann. Ca. 30 % der Säuglinge und Kleinkinder mit einem atopischen Ekzem haben auch Nahrungsmittelallergien. Bei den Erwachsenen kommen vor allem bei den Pollenallergikern die pollenassoziierten Kreuzallergene als mögliche zusätzliche Auslöser des Ekzems infrage.

Wie kann eine Nahrungsmittelallergie festgestellt werden?

Über einen Allergietest im Blut können IgE-Antikörper gegen die verdächtigten Nahrungsmittel bestimmt werden. Sinnvoll ist es weiterhin, ein inhalatives Screening zu machen, weil auch eine pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie vorliegen kann. Darüber hinaus können Hauttestungen mit Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaaren, Schimmelpilzen und Nahrungsmitteln richtungsweisend sein. Ein positiver Hauttest, sowie ein erhöhtes spezifisches IgE sind noch kein sicherer Beweis für eine Nahrungsmittelallergie. Unabdingbar bleiben also ein Gespräch mit dem Patienten, seine persönliche Einschätzung unverträglicher Lebensmittel und die Sichtung von Befunden. Erst dann kann eine entsprechende individuelle Diät zusammengestellt werden. Anhand eines Verzehr- und Symptomtagebuchs, welches der Patient über eine Woche führt, kann die Verträglichkeit der Kost überprüft werden. Anschließend werden die unverträglichen Lebensmittel nach einem Schema wieder eingeführt, um zu beobachten, ob die Beschwerden erneut auftreten. Diese Art von Diät sollte unbedingt von einem erfahrenen Experten durchgeführt und überwacht werden, weil u. U. schwere allergische Reaktionen provoziert werden können.

Worauf sollte bei der Ernährung bei Hauterkrankungen geachtet werden?

Ein gesunder Lebensstil, zu dem auch eine energieangepasste und abwechslungsreiche Ernährung gehört, tut einer erkrankten Haut sicher gut. Ob darüber hinaus Unverträglichkeiten oder Besonderheiten bei der Ernährung beachtet werden müssen, hängt auch von der Hauterkrankung ab. Bei der Vitiligo besteht z. B. nicht selten zeitgleich eine Glutenunverträglichkeit. Das muss im Einzelfall professionell überprüft werden. Wichtig ist, dass Betroffene sich von einem allergologisch erfahrenen Ernährungsspezialisten beraten lassen und nicht auf eigene Faust vielleicht über Jahre auf bestimmte Lebensmittel verzichten. Es besteht neben der eingeschränkten Lebensqualität sonst auch das Risiko einer Mangelernährung. Ansonsten sollten die ernährungstherapeutischen Besonderheiten einer zugrunde liegenden Hauterkrankung berücksichtigt werden.

Quelle: Patient und Haut 1/2014

14.10.14

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