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Ernährung bei Laktoseintoleranz

Menschen mit Laktoseintoleranz müssen weitgehend (wenn auch meistens nicht völlig) auf Milchzucker in ihrer Nahrung verzichten. Der Grund: Ihr Körper produziert nur geringe Mengen eines Enzyms namens Laktase, das den Milchzucker (die Laktose) aufspaltet. Die Folge können Verdauungsprobleme, Übelkeit, Magenschmerzen oder auch Durchfall sein.

Laktoseintoleranz ist keine Krankheit im eigentlichen Sinn: Die meisten Menschen weltweit vertragen Milchzucker nur schlecht. Doch in Deutschland hat Laktoseintoleranz insofern Krankheitswert, als dass Milch und Milchprodukte allgegenwärtig sind und Milchzucker in vielen Nahrungsmitteln verarbeitet ist. Menschen mit Laktoseintoleranz müssen daher darauf achten, nicht zu viel Laktose mit der Nahrung aufzunehmen, um Magen-Darm-Beschwerden vorzubeugen. Das ist heute nicht mehr so schwierig, da es nicht nur zahlreiche laktosefreie Produkte gibt, sondern auch viele Nahrungsmittel, die laktosehaltige Produkte adäquat ersetzen.

Laktosefreie Produkte

Während es noch vor einigen Jahren z. T. schwierig festzustellen war, welche verarbeiteten Lebensmittel Laktose enthielten und welche nicht, werben mittlerweile viele Hersteller auf ihren Produkten damit, dass diese laktosefrei sind und damit auch von Menschen mit Laktoseintoleranz vertragen werden. Sogar Milch gibt es mittlerweile in der laktosefreien Variante – und wer laktosefreie Milch nicht mag, kann auf Soja-, Mandel- oder Reismilch umsteigen, die ebenfalls laktosefrei ist. Ebenso gibt es laktosefreie Joghurts, laktosefreien Käse und andere Produkte aus Milch, denen die Laktose entzogen wurde. Ohnehin gibt es bei Joghurts und Käse Unterschiede im Laktosegehalt. Lang gereifter (Hart-)Käse etwa enthält i. d. R. weniger Laktose als frischer Käse oder Käsesorten wie Hütten- oder Streichkäse. Beim Joghurt ist der Laktosegehalt schwieriger feststellbar – manche Sorten enthalten von Natur aus weniger Laktose, andere mehr. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, greift daher beim Joghurt besser zu laktosefreien Produkten. Auch Butter ohne Laktose ist erhältlich, ebenso wie laktosefreie Buttermilch. Für Butter gibt es eine Alternative: Pflanzenmargarine enthält keine Laktose.

Der Vorteil bei laktosefreien Milchprodukten: Sie enthalten i. d. R. genauso viel Kalzium wie die laktosehaltigen Originale. Das ist insofern günstig, weil es manchen Menschen mit Laktoseintoleranz schwerfiel, ausreichende Mengen des Knochenbaustoffs Kalzium aufzunehmen, ohne Milchprodukte zu verzehren.

Bei Laktoseintoleranz geeignete Nahrungsmittel

Neben den Produkten, denen die Laktose entzogen wurde, gibt es zahlreiche Nahrungsmittel, die von Natur aus keine oder nur wenig Laktose enthalten und daher auch bei Laktoseintoleranz gut vertragen werden. Dazu gehören alle Arten von Getreide, Reis und Mais, aber auch Produkte aus Getreide, die ohne Milch oder Milchzucker verarbeitet wurden wie etwa Hartweizennudeln oder Brot und andere Backwaren ohne Zusatz von Milchzucker oder Milch. Das Gleiche gilt für alle frischen Obst- und Gemüsesorten und für Tiefkühlobst oder -gemüse, das nicht weiter verarbeitet wurde. Auf Tiefkühlkost wie Rahmgemüse sollten Menschen mit Laktoseintoleranz verzichten.

Frisches Fleisch enthält ebenfalls keine Laktose. Bei Wurstsorten oder Fertiglebensmitteln müssen von Laktoseintoleranz Betroffene jedoch darauf achten, ob ihnen Milchzucker zugesetzt wurde. Laktosefrei sind auch frischer, unverarbeiteter Fisch, Eier, süße Brotaufstriche wie Marmeladen, Konfitüren, Honig oder Rübensaft. Nuss-Nugat-Aufstriche hingegen enthalten häufig Milchzucker. Ganz grundsätzlich gilt: Bei verarbeiteten Nahrungsmitteln oder Fertigprodukten sollten Menschen mit Laktoseintoleranz vorsichtig sein und die Liste der Inhaltsstoffe gründlich studieren. Ist unter den Inhaltsstoffen Milch, Butter oder Milchzucker/Laktose verzeichnet, kann es sinnvoll sein, auf das Nahrungsmittel zu verzichten.

Quelle: allergikus 2/2016

21.07.16

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