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Experteninterview: Handekzem

Bei einem Handekzem kommt es zu einer Sensibilisierung der Haut

Ein Handekzem ist für den Betroffenen häufig unangenehm und mit Einschränkungen verbunden. Dabei kommt es zu einer Entzündung der Haut, verbunden mit Bläschenbildung und Juckreiz. Ein Besuch beim Hautarzt ist unumgänglich. Prof. Dr. Thomas Luger erklärt im Interview, worauf bei der Behandlung geachtet werden muss.

Welche Symptome treten bei einem Handekzem auf?

Die Symptome eines Handekzems sind je nach Typ unterschiedlich. Häufig jedoch gekennzeichnet durch Rötung, Schuppung, Blasen, Rhagaden und starken Juckreiz. Man unterscheidet zwischen einem irritativen Handekzem, welches durch irritierende, toxische Stoffe ausgelöst wird, und einem allergischen Kontaktekzem, welches nach Sensibilisierung mit Kontaktallergenen wie z. B. Nickel auftritt.

Welche Ursachen hat ein Handekzem?

Ein Handekzem wird durch Substanzen ausgelöst, welche die Oberhaut schädigen und somit die natürliche Barrierefunktion beeinträchtigen. Genetische Komponenten, welche mit einer Beeinträchtigung der Barrierefunktion einhergehen, spielen dabei eine wichtige Rolle. Menschen mit einer Neigung zu Neurodermitis entwickeln demnach häufiger ein Handekzem.

Wie kann ein Handekzem behandelt werden?

Zuallererst wird das Handekzem mit einer Hautschutzsalbe behandelt. Mithilfe dieser Präparate kann die Barrierefunktion der Haut stabilisiert werden. Betroffene sollen sich mehrmals am Tag die Hände dünn einfetten. Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, gibt es weitere Therapiemöglichkeiten, die darauf abzielen, die Entzündung zu hemmen und die Barriere wieder zu festigen. Eingesetzt werden dann z. B. kurzzeitig Kortisonsalben, UV-Bestrahlung, Iontopherese und im Extremfall Immunmodulatoren wie Ciclosporin und Methotrexat.

Was sollten Betroffene im Alltag beachten?

Betroffene sollten strikt alles meiden, was die natürliche Schutzfunktion der Haut beeinträchtigt. Das bedeutet: Vermeidung von Reizstoffen, Flüssigkeiten, Detergenzien und potenziellen Allergenen.

Wo finden Betroffene Unterstützung?

Viele Hautkliniken bieten speziell für das Hautekzem eine Sprechstunde an. Dabei spielen eine gezielte Diagnostik, Beratung und anschließende Therapie eine besondere Rolle. Es gibt Selbsthilfegruppen, in denen Betroffene Unterstützung bekommen. Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft hat in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Sozialmedizin in Heidelberg ein Register für das Handekzem aufgebaut. Darin wird festgehalten, wie häufig ein Handekzem auftritt, welche Formen es gibt und welche Therapien und Substanzen effizient sind. Diese Datensammlung soll helfen, für Betroffene passende Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Quelle: Patient und Haut 2/2013

06.02.14

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