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Ernährung in der Weihnachtszeit

Festtage bewusst genießen – Light Christmas…

Weihnachten – die schönste Zeit des Jahres steht vor der Tür. Der warme, angenehme Duft von Anis, Zimt, Nelken und Ingwer zieht durch das Haus und macht so richtig Appetit auf die vielen Köstlichkeiten, die zu den Feiertagen aufgetischt werden. Aber – das böse Erwachen kommt meist nach den Feiertagen, wenn die Waage wieder ein paar Kilos mehr anzeigt.

Weihnachten ist das Fest der Familie. Was gibt es Schöneres, als im Kreise der Familie zu feiern und natürlich auch gemeinsam zu essen und zu trinken – einfach genießen? Jedoch kommt meist nach den Feiertagen das böse Erwachen – Röcke und Hosen spannen um die Mitte und um die Hüfte, die Waage zeigt einige Kilos zu viel an. Dabei müsste dies nicht unbedingt sein.

Genuss muss nicht mit viel essen und maßlos schlemmen in Verbindung stehen. Man kann durchaus genießen und dies mit allen Sinnen. Es geht nicht unbedingt darum, dass man auf die guten Dinge des Lebens verzichten muss – jedoch ein wenig mehr Bewusstsein lässt das Essen wieder zu einem Erlebnis werden.

Vanillekipferln, Husarenkrapferln und Co.

Eine große Gefahr ist vor allem die Weihnachtsbäckerei, denn darin verbergen sich vor allem viel Fett und Zucker. Vanillekipferln, Zimtsterne, Husarenkrapferln, Ischler Törtchen, Kokosbusserln, Lebkuchen u. v. m. lassen die Herzen höher schlagen – sie bringen jedoch auch den Blutzucker gehörig ins Schwanken und letztendlich füllen sie die Fettdepots in unserem Körper auf, was sich wiederum mit mehr Gewicht auf der Waage bemerkbar macht. Nicht zu verachten ist auch der beliebte Christstollen, der gerne zur Kaffeejause gereicht wird. Auch hier verbirgt sich eine große Menge an Zucker und Fett.

Nun werden Sie sich die Fragen stellen: „Darf ich überhaupt keine Kekse essen? Weihnachten ohne Kekse – unvorstellbar!“ Und hier muss man sagen, dass man mit Maß und Ziel natürlich auch von den köstlichen Bäckereien naschen darf – aber eben mit Maß und Ziel. Darüber hinaus gibt es eine Menge an Rezepten, die aus Vollkornmehl hergestellt werden und auch zucker- und fettreduziert sind. Fragen Sie Ihre Diaetologin/Ihren Diaetologen nach geeigneten Rezepten.

Das Festmenü – genussvoll und leicht

Aber nicht nur Kekse und Bäckereien lassen sich bewusster genießen, sondern auch in der Zusammenstellung und Zubereitung des Weihnachtsmenüs kann man mit weniger Fett viel Genuss in die Speisen bringen.

- Wählen Sie ein fettarmes Weihnachtsmenü. Gut geeignet ist frischer Fisch oder Geflügel mit viel Gemüse und Salat. Fettarme Zubereitungsarten sind dämpfen, dünsten, kochen, braten in der Folie oder in einer beschichteten Pfanne sowie grillen. Besonders nährstoffschonend und fettsparend garen kann man mit modernen Dampfgargeräten. – Als Beilage eignen sich sehr gut Kartoffeln, Reis, Teigwaren in fettarmer Zubereitung. – Fett einsparen kann man auch gut bei Suppen und Saucen, denn diese müssen nicht unbedingt mit Obers oder Crème fraîche „verfeinert“ werden. – Planen Sie auf alle Fälle immer Salat und/oder Gemüse in das Menü ein. Gehen Sie auch hier mit Öl sparsam um. – Essen Sie langsam und mit Genuss. Wahre Gourmets genießen einen jeden Bissen und nehmen sich Zeit zum Essen. Das fördert wiederum das Sättigungsempfinden. – Achtung Alkohol – besonders zu den Festtagen wird gerne das eine oder andere Gläschen getrunken. Bedenken Sie auch hier, dass alkoholische Getränke kalorienreich sind. Auch hier gilt: mit Maßen genießen. – Auch während der Feiertage sollte Bewegung nicht vergessen werden. Ein flotter Spaziergang in der verschneiten Natur hat seinen besonderen Reiz und tut Körper und Seele gut.

Genuss und Gesundheit müssen nicht im Widerspruch stehen. Mit ein wenig mehr Bewusstsein können die Feiertage – auch ohne das böse Erwachen – gut über die Runden gebracht werden. In diesem Sinne wünschen wir genussvolle Weihnachten.

Prof. Andrea Hofbauer, MSc, MBA
Diaetologin

Verband der Diaetologen Österreichs
Grüngasse 9/Top 20, 1050 Wien
Tel.: 01/6 00 38 24

Quelle: BDÖ 2/2012

21.01.13

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