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Eine Freizeit ganz anderer Art

Im Mai fand für einige Patienten eine Lungenfreizeit statt. Kinderfreizeit, Ferienfreizeit, Zeltlager hat man schon gehört, aber was ist eine Lungenfreizeit? Seit einigen Jahren wird in mehreren Gruppen im Westerwald Lungensport für Atemwegspatienten angeboten. Angeleitet von einer lizenzierten Übungsleiterin für Sport in der Rehabilitation Innere Medizin lernen die Teilnehmer hier, bewusster und leichter zu atmen. Dafür werden gemeinsam Übungen zur Atemwahrnehmung, zur Stärkung der Atemmuskulatur und zur Dehnung des Brustkorbs durchgeführt.

Für die Teilnehmer gibt es während der Stunden auch Raum für gemeinsame Gespräche und den Austausch von Erfahrungen. Zuletzt kam man so in einer der Gruppen auf das Thema Reha zu sprechen. Die Trainerin – selbst lungenkrank – konnte aus eigener Erfahrung berichten, wie durch die Durchführung einer Reha eine wesentliche Besserung der Beschwerden von Atemwegspatienten erreicht werden kann. So entstand die Idee, als Gruppe an einer Lungenfreizeit teilzunehmen.

Mit dem festen Willen, der Krankheit entgegenzuwirken, fanden sich alsbald 15 motivierte Teilnehmer. Zunächst musste, bedingt durch die verschiedenen Behinderungen der Teilnehmer (Rollator, Sauerstoff, Rollstuhl), ein Ziel gefunden werden, das allen Anforderungen gerecht wurde. Glücklicherweise bieten mittlerweile diverse Rehabilitationskliniken auch wochenweise Aufenthalte für Privatzahler an. In der Klinik werden verschiedene Leistungen für Atemwegspatienten angeboten und es gibt eine 24-stündige Ärztebereitschaft.

Eine Woche voller Seminare und Anwendungen

Für eine Woche im Mai ging es für die Teilnehmer also nach Bad Dürrheim. Neben den jeweils gebuchten Pauschalarrangements fand sich die Gruppe immer wieder zu gemeinsamen Aktivitäten zusammen. So wurde mehrfach die Salzgrotte im Rehazentrum besucht – einmal sogar mit einer Klangschalenmeditation. Der Kurpark ist außergewöhnlich schön gestaltet. Hier konnte in entspannter Atmosphäre mithilfe von Übungen zur Atemwahrnehmung meditiert und der Kneipp-Garten genutzt werden. Abgerundet wurde das Programm durch einen Tagesausflug zur Insel Mainau und durch gemeinsame Lungensportstunden.

Nach Ablauf einer Woche waren alle Teilnehmer restlos begeistert. In den Seminaren und bei gezielten Anwendungen haben sie vieles über ihre Krankheit und ihren Körper gelernt. Die Luftveränderung hat allen sehr gutgetan. Und auch die tolle Gemeinschaft in der Gruppe war eine so schöne Erfahrung, dass eine weitere Lungenfreizeit ins Auge gefasst wurde.

Jutta Bartsch

Quelle: COPD und Asthma 3/2016

09.11.16

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