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Visitenkarte Fuß

Mit Bimsstein, Creme und Feile in den Sommer

Der Sommer kommt und mit ihm die große Freiheit für die Füße. Jetzt dürfen sie in Flipflops, Sandalen und offenen Pumps an die frische Luft. Das haben sie auch bitter nötig, wie der staatlich geprüfte Fußpfleger Thomas Sax aus dem oberbayerischen Haag findet: „Während eines langen „Stiefelwinters“ bilden sich an den Füßen oft dicke Hornhäute, Druckstellen oder Hühneraugen. Dazu kommt, dass viele Menschen ihre Füße in der dunklen Jahreszeit weniger gewissenhaft pflegen, weil sie ohnehin fest verpackt und versteckt sind“, sagt der Vorsitzende des Zentralverbands der Podologen und Fußpfleger Bayerns.

Bäder reinigen und machen die Haut weich

Mit gezielter Pflege lassen sich aber auch vernachlässigte Füße wieder auf Vordermann bringen, weiß der Fachmann. „Fußpfleger entfernen schonend Hornhäute und Hühneraugen und wir behandeln mögliche Hautirritationen in den Zehenzwischenräumen, aus denen sonst leicht Verdickungen oder auch Pilzerkrankungen entstehen können.“ Das ist vor allem bei Menschen mit Diabetes sehr wichtig, denn sie neigen besonders zu Infektionen und haben dabei oft ein verringertes Schmerzempfinden.

Mit Bimsstein, Fußfeile und Pflegemitteln kann aber auch jeder selbst etwas für seine Füße tun. Ein guter Anfang sei ein warmes Fußbad, sagt Sax, „das reinigt und entspannt“. Wohltuend sind Zusätze aus Menthol, Eukalyptusöl, Fichtennadelöl, Rosmarin oder Kamille. Ist die Haut durch das Bad aufgeweicht, lassen sich überflüssige Hautzellen leicht mit einem Peeling abrubbeln, das angenehm reibt und die Durchblutung anregt. Wem das nicht ausreicht, der kann zur Hornhautfeile greifen. Von einem Hornhauthobel rät Sax ab, „die Verletzungsgefahr ist zu groß“.

Regelmäßiges Cremen hält die Haut geschmeidig

Wer dauerhaft zarte und geschmeidige Füße haben möchte, sollte sie mindestens einmal am Tag, am besten abends, mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme einreiben, rät Sax. „Das wirkt trockener, schrundiger Haut entgegen und normalisiert auch schwitzige Haut.“ Durch regelmäßiges Cremen werde selbst Hornhaut nicht trocken und reiße nicht so schnell ein. „Achten Sie anschließend darauf, dass die Zehenzwischenräume trocken sind“, betont der Fachmann. Sind sie feucht, können sich leicht Hautpilze ausbreiten.

Visitenkarte Fuß

Wer den Sommer farbenfroh begrüßen möchte, kann nach Angaben von Sax natürlich die Nägel lackieren, sollte aber einen neutralen Unterlack verwenden: „Wenn Sie dann mal mit Nagellackentferner hantieren, wird so nur die Farbschicht abgetragen und der Naturnagel wird nicht angegriffen.“ Denn das in Nagellacklösern enthaltene Azeton wirkt auf den Naturnagel entfettend und macht ihn trocken und spröde.

Beim Schneiden sollten Zehennägel eher gerade und nicht so rund wie Fingernägel geformt werden, „das sieht besser aus und vermeidet Verletzungen und Risse am Nagelbett“. Eine gute Fußpflege lohne sich immer, ist Sax überzeugt: „Nicht zuletzt an den Füßen lässt sich der Lebensstatus des Menschen erkennen, hier kann jeder wirksam an seinem Image arbeiten.“

Quelle: Patient und Haut 1/!2

17.12.12

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