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Fußpflege ist für Menschen mit Diabetes essenziell

Diabetiker sollten noch mehr als stoffwechselgesunde Menschen großen Wert auf die Pflege ihrer Füße legen: Denn bei ihnen geht es in Sachen Fußpflege nicht etwa um ästhetische Aspekte. Vielmehr drohen ernste gesundheitliche Konsequenzen, wenn sie diese vernachlässigen.

Verletzungen an den Füßen vermeiden – das ist nach Angaben des Gesundheitsberichts 2015 die wichtigste Grundregel für Menschen mit Diabetes. Wunden an den Füßen heilen bei ihnen schlechter als bei stoffwechselgesunden Menschen und werden, wenn Nervenschädigungen vorliegen, vielleicht nicht einmal mehr bemerkt. Die Folgen können sehr ernst sein. Es können sich Geschwüre bilden, ein diabetisches Fußsyndrom droht und im schlimmsten Fall kann dieses sogar zu einer Amputation führen.

Wichtige Regel: Verletzungen vermeiden

Kontrolle ist daher sehr wichtig: Die Füße sollten jeden Abend kontrolliert werden, wobei insbesondere auf kleine Verletzungen, Wunden, Hautverfärbungen, Hornhaut, rissige Haut, Schwielen, Blasen, Fußpilz und eingewachsene Nägel zu achten ist, heißt es im Gesundheitsbericht. Einfacher wird die abendliche Inspektion mit einem Handspiegel, so der Diabetes Ratgeber. Um Verletzungen zu vermeiden, sollte nicht mit scharfen Gegenständen wie Nagelhautscheren oder Rasierklingen an den Füßen hantiert werden. Die Zehennägel kann man mit einer Feile kürzen. Die Nägel sollten gerade gekürzt und nicht rund gefeilt werden, um zu vermeiden, dass sie einwachsen können.

Regelmäßig baden – aber nicht zu heiß

Ein tägliches Fußbad ist wichtig für die Fußhygiene – aber nicht zu heiß. Der Diabetes Ratgeber rät zu einer Höchsttemperatur von 35 Grad. Und das Fußbad sollte auch nicht zu lange dauern, da die Haut sonst aufweicht, was es Keimen leichter macht, in diese einzudringen. Fünf Minuten sind hier Obergrenze. Damit die Haut nicht austrocknet, sollten Diabetiker eine milde rückfettende Wachlotion mit feuchtigkeitsbindendem Harnstoff verwenden, auch Babyseife ist laut Diabetes Ratgeber geeignet. Starkes Schrubben und Rubbeln vermeiden, da hier schnell Verletzungen entstehen. Hornhaut lässt sich am besten bei nassen Füßen entfernen – Diabetiker sollten hierbei zum Bimsstein greifen, um keine Verletzungen zu risikieren.

Vor Fußpilz schützen

Gründliches Abtrocknen ist wichtig, vor allem in den Zehenzwischenräumen, da sie sich hier schnell Fußpilz bildet. Auch dabei sollten es Diabetiker etwas sanfter angehen lassen – ein weiches Handtuch zum Abtupfen ist ideal, zwischen den Zehen ist ein Kosmetiktuch die beste Wahl.

Nach dem Fußbad und dem Abtrocknen pflegt eine harnstoffhaltige Creme die Haut und schützt sie vor dem Austrocknen – aber nicht zwischen den Zehen anwenden, hier droht Fußpilz (es sei denn, man verwendet spezielle Cremeschaums). Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt sich die Füße regelmäßig von einem Profi pflegen: Ein medizinischer Fußpfleger versorgt Hühneraugen und Schwielen und wird für Diabetiker ggf. sogar von der Krankenkasse bezahlt.

Diabetiker, die bereits unter Neuropathien an den Füßen leiden, sollten besonders achtgeben. Bei Risikopatienten ist es nach Angaben der Deutschen Diabetes Gesellschaft wichtig, dass sie die richtigen Schuhe tragen und Druckstellen auf der Fußsohle vermeiden. Hierfür gibt es spezielle Schutzschuhe und spezielle druckumverteilende Einlagen. Für den Fall, dass bei Patienten mit erhöhtem Fußrisiko eine Fußverletzung auftritt, sollte sofort eine geeignete Einrichtung aufgesucht werden.

Quelle: Befund Diabetes 1/2015

11.05.15

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