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Entstehung eines Glioblastoms

Die Entstehungsursachen eines Glioblastoms sind nicht geklärt. In Studien wird untersucht, ob es eine familiäre Häufung gibt, die auf genetische Faktoren hindeutet. Die Deutsche Hirntumorhilfe führt seit 2003 ein Register, in dem familiär gehäuft auftretende Hirntumoren erfasst werden.

Radioaktive Strahlung wird nach heutigen Erkenntnissen als wesentlicher Auslöser für die Entstehung eines Glioblastoms verantwortlich gemacht. Hohe Strahlendosen können zu einer Veränderung des Erbgutes führen und so ein Glioblastom auslösen. Ein Zusammenhang zwischen elektromagnetischer Strahlung von Mobiltelefonen und Hirntumoren konnte bislang nicht be- oder widerlegt werden.

Die Weltgesundheitsorganisation teilt Tumoren in vier unterschiedliche Grade (von I bis IV) ein. Ein Glioblastom wird mit Grad IV eingestuft, dem höchsten Bösartigkeitsgrad.

Primäres und sekundäres Glioblastom

Ein Glioblastom ist oftmals ein Primärtumor, d. h., es entsteht neu und nicht als Tochtergeschwulst (Metastase) anderer Krebserkrankungen. Sekundäre Glioblastome bilden sich manchmal aus Astrozytomen (Hirntumoren, die ihren Ursprung ebenfalls im Stützgewebe haben, in den sog. Astrozyten). Nachdem die Therapie eines Astrozytoms beendet wurde, kann sich als Wiederauftreten (Rezidiv) ein Glioblastom entwickeln. In diesem Fall spricht man von einem sekundären Glioblastom.

Mögliche weitere Ursachen

In seltenen Fällen kann auch eine genetische Veränderung im Erbmaterial für die Entstehung eines Glioblastoms verantwortlich sein. Ein Zusammenhang mit bestimmten Ernährungsgewohnheiten oder Kopfverletzungen konnte bisher nicht bestätigt werden. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, an einem Glioblastom zu erkranken. Männer sind häufiger von einem Glioblastom betroffen als Frauen

Glioblastome entstehen in der Regel im Großhirn und breitet sich dann meist auf die umliegenden Hirnlappen aus. Da Glioblastome in der Regel schnell wachsen, kann sich der Zustand der Patienten innerhalb kurzer Zeit verschlechtern. Die Heilungschancen verbessern sich mit einer frühen Diagnose, die Fünf-Jahres-Überlebensrate liegt laut Universitätsklinikum Heidelberg bei unter fünf Prozent.

Diana Kürten, Sabrina Tamoschus

17.03.17

Entstehung
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