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Globaler Psoriasis-Atlas geplant

Die International Federation of Psoriasis Associations (Internationale Föderation von Psoriasis-Gesellschaften, IFPA), die International League of Dermatological Societies (Liga der internationalen dermatologischen Gesellschaften, ILDS) und der International Psoriasis Council (Internationaler Psoriasis-Rat, IPC) haben sich zusammengetan, um einen weltweiten Psoriasis-Atlas zu entwickeln. Mit ihm wollen sie versuchen Informationslücken über die Verbreitung der Psoriasis sowie über die Probleme schließen, die durch die Krankheit entstehen. Das berichten die International Federation of Psoriasis Associations, die International League of Dermatological Societies, der International Psoriasis Council.

Zwar haben in den letzten Jahren und Jahrzehnten zahlreiche Studien dazu beigetragen, das Verständnis über das Krankheitsgeschehen bei Psoriasis zu verbessern, doch gibt es noch immer erhebliche Wissenslücken, was Verbreitung, Ursachen und Folgen dieser ernsthaften chronischen Erkrankung betrifft. Die Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen (WHO) schätzte 2013, dass etwa 2 % der Bevölkerung weltweit von Psoriasis betroffen sind. Doch Studien in westlichen Ländern haben wesentlich höhere Erkrankungszahlen ergeben. In diesen Staaten sind mit durchschnittlich 4,6 % mehr als doppelt so viele Menschen wie in der WHO-Schätzung von Psoriasis betroffen.

Deshalb wird die erste Aufgabe des Projekts Psoriasis-Atlas sein, eine verlässliche Datengrundlage für die weltweite und länderspezifische Verbreitung der Psoriasis zu schaffen. „Indem wir die Daten zur Verbreitung der Psoriasis aus so vielen Ländern wie möglich zusammentragen, werden wir in der Lage sein, ein klareres Bild vom weltweiten Ausmaß der Psoriasis zu schaffen und als Folge bessere Entscheidungen anhand bestehender Ressourcen zu treffen“, sagt Prof. Wolfram Sterry, der Vorsitzende der ILDS.

In der Phase der Informationssammlung will die Initiative ein Bezugssystem aufstellen, um die persönlichen und öffentlichen Lasten besser einschätzen zu können, welche die Psoriasis nach sich zieht. Auf lange Sicht wollen die Organisationen feststellen, ob die Psoriasis-Häufigkeit über die Jahre zu- oder abnimmt, welche Begleiterkrankungen gemeinsam mit der Psoriasis auftreten und welche Probleme diese bereiten. Auch die ökonomische Dimension der Psoriasis soll nicht außen vor bleiben. „Das Atlas-Projekt soll das Verständnis für die Psoriasis kontinuierlich verbessern und dazu ermutigen, weitere Daten zu sammeln und die Forschung über die Psoriasis zu verstärken“, so Prof. Christopher Griffiths, Vorsitzender des IPC.

Die Entwicklung des Psoriasis-Atlas ist ein Langzeitprojekt, das sowohl das Verständnis für die Entstehung von Psoriasis verbessern als auch die Auswirkungen der Krankheit auf die Betroffenen und die Gesellschaft ermitteln will. Bislang wird die Psoriasis aufgrund fehlender Zahlen noch zu wenig als ernsthafte, weitverbreitete, chronische Erkrankung wahrgenommen, die eine Herausforderung für die öffentlichen Gesundheitssysteme darstellt. Lars Ettarp, Vorsitzender der IFPA, erklärt: „Eine Zahlengrundlage, auf deren Basis alle Beteiligten einen verbesserten Zugang zu medizinischen Dienstleistungen und eine bessere Diagnose und Behandlung der Psoriasis fordern können, ist oberste Priorität. Erst wenn wir das ganze Ausmaß der Psoriasis verstehen, werden wir in der Lage sein, den Menschen mit Psoriasis die Anerkennung zu geben, die sie verdienen.“

Quelle: Allergikus 3/2014

28.11.14

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