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Goldpartikel als Fähren für COPD-Medikamente

Eingeatmete Goldpartikel eignen sich als Transportmittel für Medikamente, die zur Behandlung von COPD direkt in Lungenzellen hineintransportiert werden sollen. Zu diesem Ergebnis kommen deutsche und schweizerische Wissenschaftler in einer Untersuchung am Mausmodell. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Particle und Fibre Toxicology veröffentlicht, wie der Lungeninformationsdienst berichtet.

Nanopartikel als inhalierbare Fähren scheinen eine gute Möglichkeit für eine lokale oder systemische Therapie von Lungenerkrankungen zu bieten. Ein deutsch-schweizerisches Forscherteam hat herausgefunden, dass Goldpartikel dafür besonders geeignet sind. Sie untersuchten, wie sich die Partikel in der Lunge verhalten und wie sie von den dortigen Zellen – insbesondere den Fress- und den Epithelzellen – aufgenommen werden. Daraus können die Forscher Rückschlüsse auf die Wirkungsweise ziehen.

Inhalierte Goldpartikel haften an Lungenoberfläche

Die Wissenschaftler nutzten in ihrer Untersuchung ein Mausmodell und stellten fest, dass sich die eingeatmeten Goldpartikel schnell an der Lungenoberfläche und den Oberflächen der Epithelzellen anheften. Das tun sie einzeln oder in Form von kleinen Zusammenballungen (Agglomerate). Auf den Fresszell-Oberflächen fanden die Wissenschaftler ebenfalls große Agglomerate.

Bei den Mäusen, die an einer COPD erkrankt waren, war im Vergleich zu gesunden Mäusen die Aufnahme über die Fresszell-Oberfläche geringer und auch der Abbau der Goldpartikel lief langsamer ab. Gleichzeitig nahmen die Epithelzellen in den Lungenbläschen der COPD-Mäusen die Goldpartikel besser auf als die Epithelzellen gesunder Mäuse. Daraus schließen die Wissenschaftler, dass in den lungenkranken Mäusen die Goldpartikel ihr Ziel sowohl besser als auch tiefer erreichen. Die Forscher sind daher zuversichtlich, darin einen Erfolg versprechenden Ansatz für die Verwendung von Goldpartikeln als Fähren für COPD-Wirkstoffe gefunden zu haben.

Quelle: COPD und Asthma 01/2014

17.06.14

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