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Haarausfall durch Krebstherapie: Was tun?

Haarausfall durch die Krebstherapie – für die Betroffenen kann der Verlust der Haare psychisch sehr belastend sein, macht er doch die Erkrankung nach außen sichtbar. Gerade für Frauen, aber auch für einige, vor allem junge, Männer gehören die Haare zu einem positiven Selbst- und Körperbild dazu.

Dabei kommt es nicht bei jedem Krebspatienten zu Haarausfall: Ob er auftritt, ist von den Medikamenten, deren Zusammensetzung und auch individuellen Faktoren abhängig. Er beginnt nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) meist zwei bis vier Wochen nach Beginn der Therapie. Nicht nur die Haare auf dem Kopf, auch die Brauen und Wimpern können dann ausfallen.

Eine Perücke kann helfen

Viele von Haarausfall betroffene Frauen tragen in der Zeit der Chemotherapie eine Perücke. Dabei sollte man sich an einen sich in diesem Bereich auskennenden Friseur oder an ein Perückenstudio wenden, so die DKG. Dies sollte am besten bereits dann geschehen, wenn noch eigene Haare vorhanden sind, damit die Perücke dem eigenen Typ angeglichen werden kann. Von der Optik her gibt es keine wesentlichen Unterschiede zwischen Kunst- und Echthaarperücken, vom Preis her sind Echthaarperücken allerdings wesentlich teurer. Zudem benötigen sich auch mehr Pflege.

Der Krebsinformationsdienst rät dazu, sich bereits vor Therapiebeginn eine Perücke verschreiben zu lassen. Gesetzliche Krankenkassen tragen bei Frauen die Kosten i. d. R. ganz oder auch anteilig. Wie hoch der Anteil der Krankenkassen ist, sollte man vorab bei der Krankenkasse erfragen. Auch bei privat versicherten Frauen sollte man bei der Kasse nachfragen, hier hängt die Beteiligung vom gewählten Tarif ab, so der Krebsinformationsdienst. Bei Männern sind die Regelungen unterschiedlich. Auch hier sollte man nachfragen, ob bzw. wieviel die Kasse zahlt. Voraussetzung für eine Beteiligung der Kassen ist jedoch die Verschreibung der Perücke durch den Arzt.

Wer keine Perücke oder diese nicht immer tragen möchte, kann sich auch dafür entscheiden, den Kopf durch bunte Tücher, Mützen oder Hüte zu verdecken. Gerade jüngere Patienten entscheiden sich hierfür. Im Allgemeinen empfiehlt die DKG, dass man vor der Therapie überlegen sollte, sich die Haare abschneiden zu lassen, damit der Haarausfall weniger auffällt. Nach Beendigung der Therapie wachsen die Haare dann wieder nach.

Quelle: Befund Krebs 5/2015

11.02.16

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