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Häusliche Pflege für COPD-Patienten gleichwertig wie im Krankenhaus

Viele Patienten mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, die unter einer deutlichen Verschlechterung des Krankheitsbildes leiden, benötigen zu Hause eine Intensivpflege.

Bereits im Jahr 2000 untersuchten Wissenschaftler 150 Patienten mit einer exazerbierten COPD (Durchschnittsalter: 70 Jahre) und veröffentlichten die Ergebnisse in der Fachzeitschrift British Medical Journal. Die Patienten sollten eigentlich ins Krankenhaus eingewiesen werden. Die Studienteilnehmer erfüllten folgende Kriterien: der FEV1 war unter 80 %, die Patienten waren kreislaufstabil, hatten keine Pneumonie, Asthma oder andere schwere Begleiterkrankung sowie keinen erhöhten Kohlenstoffdioxidgehalt im Blut u. a.

Sie wurden zufällig in zwei Gruppen eingeteilt: Entweder nahm man sie stationär auf oder sie wurden in das häusliche Pflegeprogramm aufgenommen. Eine speziell geschulte Krankenschwester brachte die Patienten der letzten Gruppe nach Hause. Dort erhielten sie über einen Zeitraum von drei Tagen morgens und abends Besuch von der Krankenschwester. Danach erschien sie je nach Bedarf.

Eine gute häusliche Pflege ist gleichwertig wie eine stationäre Betreuung

Fünf Patienten erhielten Nachtwachen, drei Tag- und Nachtwachen. Für alle Studienteilnehmer wurden bei Bedarf nahtlos alle notwendigen Hilfen in die Wege geleitet. Beide Teilnehmergruppen erhielten sowohl zu Hause als auch im Krankenhaus auf der Station die gleiche Basistherapie. Nach 14 Tagen und drei Wochen erfolgten erste Kontrolluntersuchungen. Das Ergebnis: Bei beiden Gruppen hatte sich das FEV1 nach zwei Wochen im gleichen Maß verbessert. Bei neun Patienten der häuslichen Gruppe wurde zwischenzeitlich doch eine stationäre Behandlung notwendig. Nach drei Monaten aber unterschieden sich die Zahlen für eine stationäre Wiederaufnahme im Wesentlichen nicht mehr (37 % vs. 34 %). Die Sterblichkeitsrate war mit 9 % bzw. 8 % gleich.

Quelle: COPD und Asthma 01/2014

10.07.14

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