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Hautkrebsvorsorge

Mittlerweile wurde der Zusammenhang von Hautkrebsentstehung und Sonnenlicht für den hellen und schwarzen Hautkrebs klar gezeigt. Regelmäßige Hautkrebsvorsorge trägt dazu bei, Hautkrebs rechtzeitig zu erkennen.

Hautkrebsvorsorge ab dem 35. Lebensjahr

„Unter Hautkrebsvorsorge versteht man vor allem eine Haut-Screening-Untersuchung, um Hautkrebs frühzeitig zu erkennen. Das bedeutet, dass sich der Dermatologe die gesamte Haut anschaut. Er untersucht dabei die Haut und vor allem auch bestehende Muttermale. Wenn ein auffälliges Muttermal gefunden wird, wird es anschließend i. d. R. operativ entfernt, um schwarzen Hautkrebs – ein Melanom – frühzeitig zu erkennen“, erklärt Dr. Jessica Hassel, Heidelberg. Ab dem 35. Lebensjahr übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Haut-Screening-Untersuchung in Abständen von zwei Jahren. „Jemand, der sehr viele Muttermale hat, sollte sogar einmal jährlich zum Screening gehen und durchaus auch früher als ab dem 35. Lebensjahr. Je mehr atypische Muttermale jemand hat, desto höher ist das Risiko für ein Melanom“, sagt Dr. Hassel. Das Screening, das von der Krankenkasse übernommen wird, erfolgt mit dem bloßen Auge. Weitere Untersuchungen, beispielsweise mithilfe einer Lupe, werden nicht von der Krankenkasse übernommen. Sobald ein Patient diese Untersuchung wünscht, muss er die Kosten dafür i. d. R. allein tragen.

Direkt zum Hautarzt gehen

„Beim Screening wird die Haut mit dem bloßen Auge untersucht. Der Patient wird von oben bis unten angeschaut, d. h., inklusive Kopf, Genitalbereich und Nägel. Der gesamte Körper wird dabei auf verdächtige Hautstellen untersucht“, erläutert Dr. Hassel. Wenn der Dermatologe auffällige Muttermale findet, ist es sinnvoll, diese noch genauer mit einer Lupe, dem Auflichtmikroskop zu betrachten. Dabei betrachtet der Dermatologe unter anderem Form und Farbe des Muttermals. Es wird untersucht, ob das Muttermal rund ist, es Ausläufer oder unterschiedliche Farben hat und auch das Muster wird genau angeschaut. „Das Screening wird von Hautärzten und auch von Hausärzten angeboten. Wenn möglich ist es besser, die Untersuchung direkt beim Hautarzt durchführen zu lassen. Diese haben eine mindestens vierjährige Ausbildung in der Diagnostik von Hauterkrankungen und in der Interpretation mit dem Auflichtmikroskop, bei Hausärzten ist die Erfahrung sehr unterschiedlich, das dermatologische Wissen gehört nicht zu einem geforderten Bestandteil der Facharztausbildung“, erklärt Dr. Hassel.

Screening von Kopf bis Fuß

„Etwas was symmetrisch ist, ist häufig gutartig und etwas, was asymmetrisch ist, ist auffällig. Das bedeutet allerdings nicht sofort, dass es bösartig ist“, sagt Dr. Hassel. Es ist auch wichtig, dass Patienten ihre Muttermale selbst beobachten, weil nur sie beurteilen können, inwiefern sie sich im Laufe der Zeit verändert haben. Dabei spielt die sog. ABCD-Regel eine wichtige Rolle. Wichtig ist, dass Patienten bei diesem Screening wirklich von Kopf bis Fuß angeschaut werden. Darauf sollte auch der Patient achten. „Zur Untersuchung gehört auch der Kopf, das Genital und die Bereiche zwischen den Zehen und Fingern dazu, ebenso sollte die Mundschleimhaut mit untersucht werden“, empfiehlt Dr. Hassel. Um Hautkrebs vorzubeugen, muss das Bewusstsein der Menschen dafür geschärft sein. Es reicht nicht aus, sich mit Sonnenmilch einzucremen. Genauso wichtig ist die passende Kleidung und Kopfbedeckung und insbesondere das Meiden der Sonne um die Mittagszeit.

Quelle: Patient und Haut 2/2014

11.04.17

Weiterführende Informationen zur Vorsorge des malignen Melanoms
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