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Die richtige Hautpflege im Winter

Die Haut von Menschen mit Diabetes ist meist trockener als die von stoffwechselgesunden Menschen. Das ist bedingt durch die höheren Blutzuckerwerte und eine vermehrte Ausscheidung von Flüssigkeit sowie eine Schädigung der Talg- und Schweißdrüsen. Diabetiker benötigen deshalb eine besonders intensive und reichhaltige Hautpflege.

Um trockener Haut und Hautbeschwerden vorzubeugen, rät diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe dazu, mindestens zwei Liter Wasser am Tag zu trinken und nach dem Waschen ein feuchtigkeitsspendendes Pflegeprodukt auf die Haut aufzutragen. Der Diabetes Ratgeber empfiehlt für das Gesicht Cremes mit Inhaltsstoffen wie Ceramiden, das sind hauteigene Fette, Mandel- oder Olivenöl sowie Feuchthaltefaktoren wie Hyaluronsäure. Auch im Winter ist ein Lichtschutzfaktor sinnvoll. Bei Minustemperaturen kann man die empfindliche Gesichtshaut mit speziellen Kälteschutz- und Wettercremes schützen, die aber im Haus wieder entfernt werden sollten, damit die Haut besser „atmen“ kann.

Für den Körper eignen sich Lotionen oder pflanzliche Öle, beispielsweise Mandel- oder Avocadoöl. Man sollte die Haut nach jedem Duschen bzw. Baden damit versorgen, da warmes Wasser die Haut besonders austrocknet. Körperlotionen sollten Feuchtigkeitsfaktoren wie Urea enthalten. Salben sind sinnvoll, wenn man sehr trockene Stelle an den Ellenbogen, Knien oder Schienbeinen behandeln will, heißt es weiter. Sie enthalten oft Urea oder Dexpanthenol und können schuppige Stellen glätten.

Schnell in die Haut einziehen – das können sog. Cremeschäume. Diese sind daher gut für die Füße geeignet. Es gibt auch Cremeschäume mit Fetthaltefaktoren – wenn die Haut dennoch trocken ist, sind sie nicht reichhaltig genug. Dann sollte man eine Creme für die Füße verwenden. Der Diabetes Ratgeber rät dazu, morgens, wenn man schnell in Socken und Schuhe schlüpfen will, einen Schaum zu benutzen, abends dann eine Creme. Allerdings sollte man wegen der Gefahr von Fußpilz den Bereich zwischen den Zehen aussparen. Dieser Bereich sollte jedoch nach dem Duschen sorgfältig abgetrocknet werden. Gerade Diabetespatienten sind anfällig für Fußpilz, da ihre Haut trockener und rissiger sowie ihre Immunabwehr weniger aktiv ist als bei stoffwechselgesunden Menschen. Fußpilz lässt sich i. d. R. gut behandeln, man sollte aber, wenn er nach zwei Wochen Selbstbehandlung immer noch nicht abgeheilt ist, den Arzt aufsuchen.

Körperpflege-Tipps für den Winter

  • Gesicht: Verwenden Sie Wasser-in-Öl-Emulsionen mit hautverwandten Fetten wie aus Mandeln, der Avocado oder Ceramide. Zusätzlich sollte Hyaluronsäure oder Vitamin E enthalten sein, um die Haut feucht zu halten. Bei Temperaturen unter 4 Grad sollten Sie zusätzlich eine Kälteschutzcreme auftragen.
  • Augen: Trockene und kalte Luft greift die Bindehaut der Augen und die Nasenschleimhaut an. Dadurch tränen und brennen die Augen oft und es kommt zu Rissen und Borkenbildung in der Nase. Entgegenwirken kann man dem vorübergehend mit künstlicher Tränenflüssigkeit und Meerwasser-Nasenspray.
  • Lippen: Lippen trocknen besonders leicht aus, dagegen helfen Wachsstifte. Sollten die Lippen bereits spröde und rissig sein, helfen Pflegecremen ohne Wachs mit Feuchthaltefaktoren und entzündungshemmenden Stoffen.
  • Kopfhaut: Wenn die Kopfhaut schuppt und juckt, helfen harnstoffhaltige Tonika oder Kopfhautöl, das über Nacht einwirken kann. Bei Reizungen der Kopfhaut sollte auch auf Tönungs- und Färbemittel verzichtet werden.
  • Hände: Die Kälte im Winter und häufiges Waschen beanspruchen die Hände besonders. Deswegen sollten sie nach jedem Waschen mit Produkten gepflegt werden, die hautverwandte Fetten und feuchtigkeitsbindende Stoffe enthalten. Wer sehr trockene Hände hat, kann auch eine reichhaltige Gesichtscreme auftragen und diese über Nacht einziehen lassen.
  • Füße: Diese sollten täglich gebadet und auf Verletzungen geprüft werden. Nach dem Fußbad sollten die Füße vorsichtig abgetrocknet und eingecremt werden. Auch bei kleineren Verletzungen und verdächtigen Hautveränderungen sollten Diabetiker sofort zum Arzt gehen.

Quelle: Befund Diabetes 4/2015

10.12.15

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