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Herz- und Kreislauferkrankungen als Begleiterkrankungen der COPD

Eine häufige Begleiterkrankung bei COPD sind Herzkrankheiten. Diese Erkrankungen beeinflussen auch negativ die Prognose für die Patienten. Zu diesem Schluss kommt eine spanische Studie. Eine andere Untersuchung aus Britannien konnte nachweisen, dass die Gabe von Betablockern an COPD-Patienten nach einem Herzinfarkt lebensverlängernd wirken können. Beide Studien wurden in der Ärztezeitung vorgestellt.

Spanische Studie untersucht 342 COPD-Patienten

In Spanien haben Forscher kürzlich 342 COPD-Patienten untersucht. Diese wurden die einer Exazerbation in eine Klinik eingeliefert. Die Wissenschaftler erhoben die Anzahl von echokardiografischen Auffälligkeiten und verglichen diese mit dem klinischen Verlauf der COPD-Erkrankung.

Der durchschnittliche FEV1 der 342 Patienten lag bei 52 (16 Prozent) vom Sollwert. Drei Monate nach der Entlassung aus dem Krankhaus wurde eine Echokardiografie durchgeführt. Darüber hinaus wurden weitere Basisdaten erhoben sowie ein Lungenfunktions- und ein Lungendiffusionstest gemacht. 64 Prozent der Patienten wiesen bezeichnende echokardiografische Veränderungen auf. Dabei waren diese Ergebnisse unabhängig vom Schweregrad der COPD, jedoch abhängig zur Angabe von dem Herzen betreffende Vorerkrankungen. Allerdings wurden die echokardiografischen Veränderungen in 63 Prozent aller Fälle festgestellt, die keine solche Krankheiten oder das Herz betreffende Risikofaktoren (außer Rauchen) angaben oder aufwiesen.

Britische Studie belegt: Betablocker verlängert Leben nach Herzinfarkt

Eine zunehmende Zahl von Studien belegt, dass Betablocker für COPD-Patienten sicher sind, ja möglicherweise sogar einen über ihre kardiovaskulären Effekte weitergehenden Nutzen haben. Dennoch werden die Medikamenten bei COPD-Patienten seltener verschrieben als bei lungengesunden Patienten. Und das gilt offenbar sogar beim akuten Myokardinfarkt, wie eine britische Studie ergeben hat.

Datenauswertung von 1.063 COPD-Patienten

Britische Forscher werteten die Daten von 1.063 COPD-Kranken mit einem ersten Herzinfarkt aus. Aufgrund dessen wurden 22 Prozent erstmalig ein Betablocker verordnet. Durchschnittlich jedoch nur für die Dauer von dreieinhalb Jahren.

Von den untersuchten Patienten hatten 23 Prozent schon vor dem Infarkt einen Betablocker erhalten. Dieser war aber bei einem Drittel der Betroffenen bei der Aufnahme ins Krankenhaus abgesetzt worden. Neu verordnet bekamen vorzugsweise die jüngeren Patienten mit selteneren Exazerbationen und weniger Begleiterkrankung.

Die Forscher untersuchten eine Nachbeobachtungszeit von drei Jahren und fanden heraus, dass das Sterberisiko der Patienten mit neu begonnener Betablockade gegenüber den Patienten ohne Betablocker um 50 Prozent geringer war. Patienten, die bereits zuvor Betablocker genommen hatten, wiesen eine 41 Prozent reduzierte Mortalität auf.

Weniger Todesfälle aufgrund von Herzkrankheiten

Beide Patientengruppen, die Betablocker nahmen, hatten eine signifikant höhere Chance, das erste Jahr nach dem Infarkt zu überleben. Die Wissenschaftler stellten außerdem fest, dass während der Therapie nicht nur die Rate der Todesfälle aufgrund von Herzerkrankungen, sondern auch die Todesfälle, die nicht aufgrund von das Herz betreffenden Erkrankungen sank (minus 43 Prozent bzw. 51 Prozent).

Quelle: COPD und Asthma 01/2014

07.07.14

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