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Geplatzte Äderchen – Hilfe bei Couperose und Rosazea

Cremes und Laserbehandlung können helfen

Typische Anzeichen einer Couperose sind Rötungen auf den Wangen oder an der Nase. Die Ursache: Die Gefäße in diesem Bereich haben sich vermehrt oder verbreitert. Die Gründe dafür sind unterschiedlich, eine intensive Sonneneinstrahlung kann z. B. eine Ursache sein.

„Die Couperose, also die vermehrten Äderchen im Gesicht, sind ein Symptom der Erkrankung Rosazea“, erklärt Prof. Dr. Christian Raulin, Karlsruhe. Gründe für das Auftreten der Gesichtsrötung können Veranlagung sein, die Zunahme der Gefäße im Alter, ebenso wie Medikamente oder der Genuss von Alkohol. „Eine Hauptursache ist aber auch die Sonne“, betont Prof. Raulin. Ein einziger sehr sonniger Tag in den Alpen ohne Sonnenschutz könne hier schon reichen, um eine Rötung entstehen zu lassen. „Sonnenschutz ist deshalb das A und O“, hebt der Experte hervor.

Chronische Erkrankung

Die Grunderkrankung Rosazea – zu der als Frühform auch Couperose gehört – deute sich meist bereits mit Anfang 20 an und nehme im Laufe des Lebens zu. Vor allem durch Sonne, aber auch durch Kälte verschlechtern sich die Symptome. „Eine Rosazea kann der Dermatologe gut behandeln“, erklärt Prof. Raulin. Eine äußerliche Behandlung mit Cremes, aber auch innerliche oder von außen aufgetragene Antibiotika könnten helfen. Trotzdem müssen sich Betroffene darauf einstellen, dass sie die Erkrankung ihr ganzes Leben begleiten wird. „Die Rosazea und die damit einhergehende Couperose ist eine chronische Erkrankung. Der Dermatologe kann sie also nicht heilen. Es ist aber möglich, den Patienten als Hautcoach zu begleiten“, erklärt Prof. Raulin.

Neben der Möglichkeit, die geröteten Stellen mit einem Camouflage Make-up so gut wie möglich zu verdecken, sollten Betroffene einen hohen Lichtschutzfaktor gegen die Sonne verwenden. Möglich ist außerdem das Auftragen einer Creme, die die Rötung für etwa zwölf Stunden vermindert – oder je nach Schweregrad der Symptome – ganz verschwinden lässt.

Gefäße mit dem Laser verschließen

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit einer Laserlichtbehandlung. „Diese Behandlung ist die einzige, die gegen die sichtbaren Äderchen hilft. Der Laser heizt die roten Blutkörperchen in sehr kurzer Zeit auf und auf diese Weise werden die Gefäße gezielt verschlossen“, erklärt Prof. Raulin die Wirkungsweise. Rund zwei bis vier Behandlungen sind nötig. Das Rad der Zeit werde so um Jahre zurückgedreht, beginne allerdings auch wieder zu laufen. Betroffene können also auch so keine Heilung, aber i. d. R. eine deutliche Besserung der Couperose für eine lange Zeit erreichen. Die privaten Krankenkassen übernehmen i. d. R. die Kosten für eine Behandlung. „Bei den gesetzlichen Krankenkassen wird immer im Einzelfall entschieden“, erklärt Prof. Raulin. Aus Erfahrung weiß er allerdings, dass diese Entscheidung eher selten zugunsten der Patienten ausfällt.

Die Kosten richten sich nach der Ausdehnung der Gesichtsrötung. Die Behandlung kleinerer Gefäße an der Nasenöffnung kostet nach Auskunft von Prof. Raulin rund 100 bis 150 Euro, wird das ganze Gesicht behandelt, können es auch bis zu 500 Euro sein. Die Preise, auch das weiß der Experte, können sich von Arzt zu Arzt stark unterscheiden. Das Einholen mehrerer Angebote ist deshalb durchaus sinnvoll. Prof. Raulin rät in jedem Fall, sich vor einer solchen Behandlung bei der Deutschen Dermatologischen Lasergesellschaft zu informieren. Dort sind auch auf den Laser spezialisierte Dermatologen registriert.

Keine langwierigen Nebenwirkungen

Langwierige Nebenwirkungen müssen die Betroffenen bei einer Behandlung i. d. R. nicht befürchten. „Die Behandlung wird ambulant durchgeführt. In den Tagen danach kann es zu Gesichtsschwellungen oder kleinen blauen Flecken kommen“, erklärt Prof. Raulin. Diese klingen aber meist schnell wieder ab. Ob die Betroffenen die Linderung der Gesichtsrötung mit einem Laser in Betracht ziehen, ist vor allem vom Leidensdruck abhängig. Die Rötungen können brennen und jucken, viele Patienten leiden aber vor allem auch unter der optischen Veränderung. Und aus seiner Erfahrung weiß Prof. Raulin: „Dieser Leidensdruck ist größer, als allgemein angenommen.“

Quelle: Patient und Haut 1/2016

17.06.16

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