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Hilfe bei Haut- und Nagelproblemen

Wie die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) informiert, können unterschiedliche Wirkstoffe gegen Krebs trockene und schuppige Haut hervorrufen oder auch zu Rötungen, Flecken, allergischen Reaktionen, Ausschlägen, entzündlichen Veränderungen und Schwellungen führen.

Die Haut sanft pflegen

Bei der Hautpflege sollten nur lauwarmes Wasser und milde, seifenfreie Pflegeprodukte eingesetzt werden, die beispielsweise Aloe Vera, Avocadoöl oder Calendula enthalten können. Zudem sollte man die Haut sanft trocken tupfen und nicht rubbeln. Um Infektionen zu vermeiden, sollte man Waschlappen und Handtücher häufig waschen und wechseln, ggf. kann man auch Einmalprodukte verwenden.

Besonders gefährdet für Haut- und Nagelveränderungen sind laut Krebsinformationsdienst Patienten, die eine sog. zielgerichtete Therapie erhalten. Besonders wichtig neben sanfter Reinigung und Pflege ist für diese Patientengruppe ein guter Sonnenschutz – direkte Sonneneinstrahlung sollte man meiden und die Haut durch langärmelige Kleidung bedecken. Kleine Einrisse und Wunden können zu schmerzhaften Entzündungen des Nagelbetts führen. Zum Schutz sind Handschuhe bei der Hausarbeit sind ebenso sinnvoll wie weite Schuhe, in denen die Zehen nicht beengt werden und anstoßen können. Auch die Kleidung sollte locker am Körper sitzen. Wenn es dennoch zu Entzündungen kommt, sollte man mit seinem Arzt bzw. mit einem Hautarzt sprechen.

Hand-Fuß-Syndrom als Folge der Chemotherapie

Das Hand-Fuß-Syndrom ist eine spezielle Form von Hautnebenwirkungen und wird durch einige Medikamente in der Chemotherapie hervorgerufen. Laut Krebsinformationsdienst kommt es zu Rötungen an Händen und Füßen, mitunter schwellen diese auch an und es entsteht ein Wärmegefühl sowie ggf. Entzündungen. Wer derartige Veränderungen bemerkt, sollte seinen Arzt darauf ansprechen. Zur Behandlung werden beispielsweise Schmerzmittel oder Kortisonsalben eingesetzt.

Auch wenn Veränderungen an Haut und Nägeln sehr unangenehm und eine große Belastung für die Betroffenen sein können – nach Beendigung der Therapie klingen die Beschwerden i. d. R. allmählich ab. Bei besonders schweren Nebenwirkungen können Haut- und Nagelveränderungen jedoch ein Grund für den Abbruch oder die Unterbrechung der Therapie sein.

Quelle: Befund Krebs 5/2016

13.02.17

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