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Hilfe bei Rhinosinusitis und Sinusitis

Als Rhinitis bezeichnen Mediziner Entzündungen der Nasenschleimhaut, als Sinusitis Entzündungen der Nasennebenhöhlen (bzw. ihrer Schleimhäute), bei einer Rhinosinusitis treten die Beschwerden von Rhinitis und Sinusitis zusammen auf. Sowohl Sinusitis als auch Rhinosinusitis können allergischen Ursprungs sein.

Viele Allergene können einen allergischen Schnupfen (allergische Rhinitis) hervorrufen, z. B. Pollen, Schimmelpilze, Tierhaare. Bleibt dieser unbehandelt, können sich die Beschwerden nach einiger Zeit auf die Nasennebenhöhlen ausbreiten. Schwellen die Schleimhäute der Nasennebenhöhlen an, äußert sich dies i. d. R. durch ein Druckgefühl im Bereich der Stirn und oberhalb der Wangen; häufig sind zudem Kopfschmerzen. Die Sinusitis kann jedoch auch ohne Schnupfen auftreten. Unabhängig davon, ob eine allergische Rhinosinusitis oder eine allergische Sinusitis vorliegt: Dauern die Symptome länger als zwölf Wochen an, sprechen Ärzte von einer chronischen Form der Erkrankung. Bei einer chronischen Rhinosinusitis sollte stets an eine Allergie gedacht werden – die medizinischen Leitlinien zur Rhinosinusitis gehen davon aus, dass 40 bis 80 % aller chronischen Fälle auf eine Allergie zurückzuführen sind. Bei der akuten Form sind es zwischen 25 und 30 %.

Die Diagnose

Bei Beschwerden, die länger als zwei Wochen andauern, sollten von einer Sinusitis/Rhinosinusitis Betroffene den Arzt aufsuchen. Denn die Formen der Erkrankung, die durch Viren oder Bakterien hervorgerufen werden, klingen im Allgemeinen innerhalb dieser Zeit ab – vorausgesetzt, es kommen keine Komplikationen hinzu. Eine allergische Rhinosinusitis hingegen bleibt so lange bestehen, wie die Betroffenen in Kontakt mit dem auslösenden Allergen kommen. Die Beschwerden, die mit der Erkrankung einhergehen, beeinträchtigen das Wohlbefinden oft stark. Im schlimmsten Fall kann die Entzündung auf benachbarte Gewebe übergreifen.

Die Diagnose einer Rhinosinusitis stellen viele Mediziner, nachdem die Patienten ihre Beschwerden beschrieben haben, u. U. klopfen sie noch den Bereich über den Nasennebenhöhlen ab, was i. d. R. bei dieser Erkrankung als schmerzhaft empfunden wird. Nach wie vor verordnen manche Mediziner bei der Diagnose Rhinosinusitis standardmäßig ein Antibiotikum. Da aber viele Nasennebenhöhlenentzündungen nicht durch Bakterien hervorgerufen werden, sollte die Gabe eines Antibiotikums nur dann erfolgen, wenn klar ist, dass die Erkrankung bakteriellen Ursprungs ist, Fieber über 38,3 °C vorliegt, die Beschwerden sich im Verlauf der Erkrankung verschlimmert haben oder die Gefahr von Komplikationen besteht. Patienten, die bereits vermuten, dass die Sinusitis oder Rhinosinusitis durch Allergene hervorgerufen wurde, erwähnen das daher am besten dem Arzt gegenüber.

Zur weiteren Diagnostik empfehlen die Leitlinien eine Nasenendoskopie mit der Entnahme von mikrobiologischen Proben aus dem mittleren Nasengang, eventuell kombiniert mit einem bildgebenden Verfahren wie Ultraschall, wobei die Leitlinien der Röntgendiagnostik und darunter vor allem der Computertomografie (CT) den Vorzug geben. Letztere kommt aber i. d. R. nur zum Einsatz, wenn Komplikationen befürchtet werden und/oder eine Operation geplant ist. Bei einer Rhinosinusitis bzw. Sinusitis, die länger als zwölf Wochen andauert, sollte den Leitlinien zufolge immer auch eine Allergiediagnostik erfolgen.

Behandlung und Selbsthilfe

Bei einer allergischen Sinusitis oder Rhinosinusitis trägt die Einnahme eines Antihistaminikums dazu bei, dass die Nasenschleimhäute abschwellen. Ein Nasenspray mit Kortikoiden wirkt antientzündlich. Zudem sollten Allergiker „ihr“ Allergen bestmöglich meiden – bei einer Allergie gegen Pollen etwa Pollenschutzgitter an den Fenstern anbringen oder sich zu den Zeiten der größten Pollenbelastung der Luft nicht im Freien aufhalten. U. U. kommt auch eine Hyposensibilisierung infrage, etwa wenn es nicht möglich ist, den Allergenen auszuweichen. Sollten Engstellen im Bereich der Nasennebenhöhlen vorliegen, die die Rhinosinusitis oder Sinusitis begünstigen, kann auch an eine Operation gedacht werden, die eine bessere Belüftung der Nasennebenhöhlen ermöglicht.

Die Erkrankung muss nicht nur wegen der damit einhergehenden, z. T. sehr belastenden Beschwerden behandelt werden, sondern auch, um einen Etagenwechsel der Allergie und damit die Entstehung eines allergischen Asthmas zu verhindern. Symptome wie Kopfschmerzen lassen sich zudem lindern, indem die Betroffenen viel trinken und beim Schlafen den Kopf hoch lagern.

Quelle: allergikus 4/2016

23.02.17

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