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Hilfsmittel bei Krebs – Verordnung und Kostenübernahme

Hilfsmittel sind für viele Menschen mit Krebs ein wichtiger Bestandteil ihres täglichen Lebens. Denn die Tumorerkrankung selbst oder die Therapie können bei ihnen zu vielfältigen Einschränkungen führen, für deren Bewältigung sie Hilfsmittel benötigen. Wie der Krebsinformationsdienst betont, sollen Hilfsmittel den Umgang mit der Krebserkrankung einfacher machen oder sind zur Versorgung und Pflege notwendig.

Welche Hilfsmittel gibt es?

Zu den Hilfsmitteln zählen verschiedene Produkte. Beispielsweise können die Krebstherapien bei Darm- oder Prostatakrebs zu Harn- oder Stuhlinkontinenz führen. Hilfsmittel hierfür sind beispielsweise Vorlagen zum Einlegen in die Unterwäsche. Auch für Männer gibt es spezielle Vorlagen. Windelslips gibt es sowohl für Harn- als auch Stuhlinkontinenz, Letztere kann auch mit sog. Analtampons versorgt werden.

Bei Menschen mit Darmkrebs kann es notwendig sein, dass sie ein Stoma erhalten. Auch dieses muss mit Hilfsmitteln versorgt werden: Es gibt Auffangbeutel für den Stuhl, Stomaklappen, die die künstliche Körperöffnung verschließen, Basisplatten, mit denen sich die Stomabeutel befestigen lassen oder spezielle Pflegemittel für die Haut.

Bei Lungenkrebspatienten sammelt sich oft Schleim in den Atemwegen, ebenso bei Menschen, die Krebs im Hals-Rachen-Bereich haben. Sie benötigen daher häufig einen Inhalator oder andere Geräte, wie sog. Aerosol-Inhalationsgeräte, Sauerstofftherapiegeräte sowie Geräte zur Atemtherapie.

Ein weiteres Hilfsmittel bei Krebs ist eine Perücke bei Haarausfall, deren Kosten bei Frauen zumindest zu einem gewissen Teil von den Krankenkassen getragen werden, so der Krebsinformationsdienst. Für Männer ist es von der Kasse abhängig, ob sie die Kosten teilerstattet bekommen. Perücken können aus Kunst- oder Echthaar gefertigt sein und lassen sich optisch meist nicht unterscheiden. Die Kosten können aber unterschiedlich hoch sein. Hier lohnt es sich, bei den Kassen nachzufragen, welcher Anteil von ihnen im jeweiligen Fall gezahlt wird.

Wie bekommt man Hilfsmittel?

Der Arzt muss die Hilfsmittel verordnen. Auch mit dieser ärztlichen Verordnung brauchen Krebspatienten die Zustimmung der Krankenkasse, damit diese die Kosten übernimmt. Darüber hinaus ist eine Voraussetzung, dass die Produkte im sog. Hilfsmittelverzeichnis aufgeführt sind, wie der GKV Spitzenverband informiert.

Hilfsmittel werden von Apotheken und Sanitätshäusern geführt. Allerdings kann man nicht einfach in die nächste Apotheke oder das Sanitätshaus seiner Wahl gehen, da viele Krankenkassen spezielle Verträge mit bestimmten Lieferanten abgeschlossen haben, so der Krebsinformationsdienst. Am besten fragt man bei seiner Krankenkasse nach, wie der Bezug des benötigten Hilfsmittels gehandhabt wird.

Wer trägt die Kosten?

Auch wenn die Krankenkasse die Kosten zum Teil übernimmt, müssen 10 % davon vom Krebspatienten selbst getragen werden. Laut Deutscher Krebsgesellschaft (DKG) sind das mindestens fünf, höchstens zehn Euro. Allerdings werden diese Zuzahlungen nur bis zur sog. Belastungsgrenze erhoben, die höchstens 2 % des jährlichen Familien-Bruttoeinkommens ausmacht, bei chronisch kranken Menschen liegt sie bei 1 %.

Quelle: Befund Krebs 4/2017

12.12.17

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