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Mit Histaminintoleranz auf Reisen

Bei einer Histaminintoleranz müssen Betroffene auf Nahrungsmittel verzichten, die das biogene Amin Histamin enthalten. Biogene Amine wie Histamin entstehen bei der Reifung und Fermentation von Lebensmitteln. So enthalten etwa länger gereifte Hartkäsesorten größere Mengen Histamin, genauso geräucherte Fleisch- und Wurstsorten, aber auch Sauerkraut. Daneben sind bestimmte Gemüsesorten wie Tomaten oder Spinat reich an Histamin.

Auch Speisen und Getränke, die körpereigenes Histamin freisetzen (sog. Histaminliberatoren), sollten Menschen mit Histaminintoleranz nur mit Vorsicht genießen. So erhöht Alkohol, vor allem bestimmte Alkoholsorten (z. B. Rotwein), das freie Histamin im Körper. Verzehr und Freisetzung von Histamin rufen bei den Betroffenen u. a. Magen- und Darmbeschwerden hervor und können Hautrötungen sowie ein Anschwellen der Nasenschleimhaut, eine laufende Nase und Atembeschwerden zur Folge haben. Auch auf Reisen ist es für Betroffene daher wichtig, sich angepasst an die Histaminintoleranz zu ernähren.

Die Unterkunft

Viele Menschen mit Histaminintoleranz entscheiden sich bei der Wahl ihrer Urlaubsunterkunft für eine Ferienwohnung oder ein Appartement in einem Hotelkomplex, sodass sie selbst kochen können. Dann können sie sicher sein, dass ihre Speisen histaminarm sind. Für den Aufenthalt in einem anderssprachigen Land ist es sinnvoll, eine Übersetzungs-App auf das Smartphone zu laden oder ein Wörterbuch mitzunehmen, um beim Einkauf sicherzustellen, dass auch nur Nahrungsmittel im Korb landen, die histaminarm sind. Auf Fertiggerichte sollten Menschen mit Histaminintoleranz ohnehin weitgehend verzichten, für das Ausland gilt das jedoch umso mehr. Denn u. U. sind nicht immer alle Inhaltsstoffe auf der Packung verzeichnet.

Selbstverständlich ist es auch möglich, einen Hotelurlaub mit Frühstück, Halb- oder Vollpension zu buchen, doch sollten von Histaminintoleranz Betroffene im Vorfeld klären, ob das Hotel auf Histaminintoleranz eingestellt ist und histaminfreie Kost anbietet. Die Versorgung an einem Büffet, an dem sich alle Gäste ihr Essen selbst zusammenstellen können, ist für Menschen mit Histamintoleranz ebenfalls geeignet. Doch auch hier gilt: Bei Speisen, bei denen nicht auf einen Blick klar ist, welche Nahrungsmittel sie enthalten, sollten von Histaminintoleranz Betroffene entweder meiden oder im Hotel nachfragen, welche Rohprodukte verarbeitet wurden.

Die Verpflegung auf der Reise sollten sich von Histaminintoleranz Betroffene selbst zusammenstellen, damit sie es in jedem Fall vertragen. Sie verhindern damit, dass im Flugzeug oder im Bus Beschwerden auftreten. Für den ersten Abend am Urlaubsort kann es ebenfalls sinnvoll sein, sich Nahrung mitzunehmen. Dann ist es weniger problematisch, sollte das Essen vor Ort nicht geeignet bzw. ein Einkauf nicht mehr möglich sein. Bei Flugreisen sollten sich Urlauber jedoch zuvor erkundigen, ob es erlaubt ist, Nahrung ins Flugzeug mitzunehmen oder ins Reiseland einzuführen.

Wenn auf Reisen Beschwerden auftreten

Trotz aller Vorsicht können bereits auf der Reise als Folge der Histaminintoleranz Beschwerden auftreten. Denn der mit der Reise verbundene Stress setzt u. U. Histamin im Organismus frei. Betroffene sollten sich daher vor einer Flugreise bei der Fluggesellschaft erkundigen, ob und wie die Flugbegleiter im Notfall helfen können. Selbstverständlich sollten sie für den Notfall auch ein Antihistaminikum im Handgepäck mitführen. Auch hier gilt: Betroffene sollten vorher bei der Fluggesellschaft nachfragen, ob Medikamente im Handgepäck erlaubt sind und ob diese vor der Reise angemeldet werden müssen.

Wer am Urlaubsort auf Nummer sicher gehen will, im Notfall medizinisch gut versorgt zu werden, sollte sich vor der Reise erkundigen, wie es mit der ärztlichen Versorgung vor Ort steht und ob es möglich ist, am Reiseziel die notwendigen Medikamente zu kaufen. Am Urlaubsort angekommen, sollten Menschen mit Histaminintoleranz sich zunächst eine Ruhepause gönnen, um den Reisestress abzubauen.

Quelle: allergikus 2/2017

23.10.17

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