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Infektionen bei Diabetes

Menschen mit Diabetes haben häufig ein schwächeres Immunsystem als stoffwechselgesunde Menschen. Das macht sie auch anfälliger für Infektionen aller Art. So hat nach Angaben des Deutschen Diabetes-Zentrums eine Studie ergeben, dass Menschen mit Diabetes öfter an Infektionen leiden als stoffwechselgesunde Kontrollpersonen.

Die niederländischen Forscher hatten hierfür mehr als 7.000 Menschen mit Diabetes mit fast 19.000 Kontrollpersonen über zwölf Monate lang verglichen und alle in diesem Zeitraum aufgetretenen Infektionen dokumentiert. Besonders anfällig waren Menschen mit Diabetes demnach für Infektionen der unteren Atemwege und der Harnwege, aber auch bakterielle und Pilzinfektionen der Haut und der Schleimhäute kamen bei ihnen häufiger vor.

Erhöhte Infektgefahr im Herbst

Im Herbst und mit Beginn der nass-kalten Jahreszeit steigt die Gefahr für Menschen mit Diabetes, sich Infekte einzufangen, die insbesondere die Atemwege betreffen. Erkältungen werden i. d. R. durch Viren ausgelöst, allerdings kann sich auf eine Virusinfektion auch eine bakterielle Infektion „draufsetzen“ und in schweren Fällen zu Lungenentzündungen führen. Am besten ist es nach Angaben des Diabetes Ratgebers, sich gar nicht erst anzustecken: Daher sollten Menschen mit Diabetes sich häufig die Hände waschen, insbesondere nachdem sie öffentliche Verkehrsmittel benutzt haben, und sich nicht mit ungewaschenen Händen ins Gesicht fassen. Menschenmengen sollte man lieber meiden und darauf achten, dass man nicht angehustet oder angeniest wird. Mit Spaziergängen an der frischen Luft, einer gesunden, vitaminreichen Ernährung oder Saunagängen kann man zudem das Immunsystem stärken. Darüber hinaus empfiehlt sich für Menschen mit Diabetes eine Grippeimpfung – die schützt allerdings nur vor einer echten Grippe (Influenza), nicht vor Erkältungsviren.

Antibiotika helfen übrigens nicht bei Virusinfektionen, sondern nur bei bakteriellen Entzündungen. Eine Erkältung lässt sich daher nur mit den üblichen Maßnahmen auskurieren: Viel Ruhe, warme Getränke und begleitende Medikamente wie Nasenspray oder Tabletten gegen Kopf- und Halsweh sowie Fieber. Bei starkem Unwohlsein oder sehr hohem Fieber sollte man besser einen Arzt aufsuchen. Wegen des veränderten Stoffwechsels empfiehlt es sich auch, den Blutzucker häufiger als normalerweise zu kontrollieren und im Zweifel über die richtige Insulin- bzw. Medikamentendosierung den Arzt zurate zu ziehen. Denn fieberhafte Erkrankungen erhöhen den Insulinbedarf, so der Diabetes Ratgeber.

Hautpflege

Um Infektionen der Haut vorzubeugen, sollte man auf eine gute Hautpflege achten. Ganz wichtig ist es, dass man genügend trinkt, damit die Haut nicht zu stark austrocknet. Laut diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe sollte man nicht zu heiß duschen, sich danach sanft, aber gründlich abtrocknen und feuchtigkeitsspendende Pflegeprodukte auftragen, beispielsweise mit Urea. Die Füße sollte man täglich kontrollieren.

Wenn Pilzinfektionen auftreten, sollte man einen Arzt aufsuchen. I. d. R. werden Pilzerkrankungen zunächst von außen behandelt: Hier gibt es diverse Cremes und Lotionen, Gels z. B. für die Mundschleimhaut, Sprays, Shampoos oder Zäpfchen (z. B. für die Scheide).

Oft ist ein unbehandelter Fußpilz der Auslöser für Nagelpilz. Ist der Nagel beschädigt, können die Erreger eindringen. Deshalb Pilzinfektionen an den Füßen unbedingt konsequent behandeln, z. B. mit pilzhemmenden Cremes. Sind die Nägel doch befallen, müssen Betroffene viel Geduld aufbringen: Die Behandlung von Nagelpilz, z. B. mit einer Lacklösung, dauert manchmal monatelang, so die Apotheken Umschau. Wenn die äußerliche Behandlung nicht wirksam ist, verschreibt der Arzt i. d. R. ein Antimykotikum zum Einnehmen – also eine Antipilztherapie in Tablettenform.

Quelle: Befund Diabetes 3/2016

11.11.16

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