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Interview mit Schauspieler Gerald Pichowetz

Gerald Pichowetz ist einem breiten Publikum aus Film und Fernsehen bekannt. Eine seiner Paraderollen war der „5er“-Franzi in der Serie „Kaisermühlen Blues“. Er ist Gründer und Direktor des Gloria Theaters in Wien, Werbe- und Synchronsprecher, und als Teilnehmer der Sendung „Dancing Stars“ fegte er sechs Shows lang über das Tanzparkett. Was viele nicht wissen – Gerald Pichowetz leidet an Diabetes Typ 2. Im Interview mit Befund Diabetes spricht er über seine Erkrankung.

Wie geht ein vielbeschäftigter Schauspieler wie Sie mit Diabetes um?

Gute Frage. Meistens vergesse ich, dass ich Diabetes habe. Bei mir tritt leider immer ein Jo-Jo-Effekt ein, denn einmal halte ich mich mehr, einmal wieder weniger. Das hängt natürlich mit meinem Beruf zusammen.

Seit wann wissen Sie von Ihrer Diabetes-Erkrankung?

Erfahren habe ich von meiner Zuckererkrankung per Zufall bei einer Untersuchung im Jahr 2000.

Hat sich Ihr Leben durch Diabetes verändert?

Noch nicht. Ich fühle mich nicht krank, habe vielleicht etwas mehr Durst, aber sonst geht es mir gut. Problematisch wird es, wenn Nebenerkrankungen auftreten. Einmal hat es mich schon erwischt – dann spürt man Diabetes plötzlich.

Vor welche Herausforderungen stellt Sie Diabetes in Ihrem Alltag?

Ich habe wie gesagt derzeit keine Probleme. Ich messe in der Früh meinen Blutzucker und muss beim Essen aufpassen. Das mit dem Berufsleben zu vereinbaren, ist aber oft nicht so einfach.

Zuletzt haben Sie an der Sendung „Dancing Stars“ teilgenommen. Mussten Sie beim Tanzen besonders auf Ihre Diabetes-Erkrankung achtgeben?

Nein, ganz im Gegenteil – das Tanzen hat sich sehr positiv auf den Blutzucker ausgewirkt. Man trainiert dabei Muskeln, von denen man gar nicht weiß, dass es sie gibt. Ich kann das Tanzen nur jedem Diabetiker empfehlen, denn es ist abwechslungsreich und bringt was.

Was können Sie anderen Diabeteserkrankten noch mit auf den Weg geben?

Wir sitzen durch diese Erkrankung alle in einem Boot. Viele Diabetiker betrügen sich selbst und glauben, alles ist okay, wenn sie den Apfelstrudel ohne Schlagobers essen. In Wahrheit dürften sie gar nichts von beiden essen bzw. eher noch den Schlagobers. Dazu kommt noch die massive Beeinflussung durch die Werbung. Ich persönlich halte nichts von diversen Diabetikerprodukten oder Fertiggerichten, die ja oft als so gesund und nährstoffreich angepriesen werden. Am gesündesten ist nach wie vor ausgewogenes und selbst gemachtes Essen mit viel Gemüse und Salat.

Quelle: Befund Diabetes Österreich 02/2013

14.01.14

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