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Körperliche Verfassung

Nachdem der Schock über die Brustkrebsdiagnose und die anstrengende Therapie überwunden ist, fällt den meisten Betroffenen der Weg zurück ins normale Leben dennoch schwer. Das liegt vor allem daran, dass die vielen Nebenwirkungen einer Krebstherapie nicht nur während der Behandlung andauern, sondern oft noch lange über das Behandlungsende hinaus bestehen bleiben. Auch nach überstandener Therapie fehlt Betroffenen oft die Kraft, sich wieder in den Alltag hineinzufinden. Viele leiden beispielsweise unter dem sog. Fatigue-Syndrom. Darunter versteht man einen physischen und psychischen Erschöpfungszustand, der trotz ausreichender Erholungs- und Schlafphasen anhält. Das Leben der Brustkrebspatientinnen wird durch chronische körperliche Schwäche, ständige Müdigkeit, vermehrtes Schlafbedürfnis und Abgeschlagenheit erschwert. Betroffene klagen über Schwere und Mattigkeit. Jede körperliche Betätigung wird zur körperlichen Belastung und zehrt an den Energiereserven.

Belastend empfinden Frauen auch die körperlichen Beeinträchtigungen, die etwa durch eine Operation zurückbleiben. Nach der operativen Entfernung der Brust, die Narben hinterlässt und dadurch das Körperbewusstsein der Patientinnen massiv verändern kann, treten u. U. Empfindungsstörungen, Taubheit, Bewegungsstörungen, Phantom- und Wundschmerzen auf. Der Verlust der Brust verursacht zudem häufig Lymphödeme des Armes. Dabei handelt es sich um Flüssigkeitsansammlungen, die zu Armschwellungen und Entzündungen des Gewebes führen. Diese Lymphödeme können – wenn sie nicht richtig behandelt werden – äußerst schmerzhaft sein und die Lebensqualität beeinträchtigen.

Auch die Chemotherapie geht mit zahlreichen Begleiterscheinungen einher, die den Betroffenen noch lange nach überstandener Erkrankung zu schaffen machen. Zu den schwerwiegendsten Folgen der Behandlung zählt die Schädigung des Knochenmarks und der Organe (Leber, Niere, Lunge, Herz). Nach einer systemischen Therapie mit Zytostatika ist das Immunsystem der Patientinnen meist angegriffen, sodass sie anfälliger für Infektionen und ansteckende Krankheiten sind.

Auch Wochen nach Therapieabschluss können Übelkeit und Erbrechen den Alltag überschatten. Auch Mundschleimentzündungen sowie Thrombosen können auftreten. Bei einigen jungen Frauen wurden nach der Behandlung Osteoporose und Unfruchtbarkeit diagnostiziert.
Als weniger belastend für den Körper wird die Strahlentherapie empfunden. Dennoch: Obwohl diese Behandlungsform im Laufe der Jahre verträglicher geworden ist und geringere Nebenwirkungen als früher hat, geht auch diese Therapie nicht spurlos an den Betroffenen vorbei. So kann es beispielsweise zu Verfärbungen und Rötungen der Haut, Wassereinlagerungen und Hautentzündungen kommen.

Bei brusterhaltender Behandlung kann sich die Brust verhärten.
Werden Frauen mit einer Antihormontherapie behandelt, treten häufig Wechseljahresbeschwerden auf. Betroffene klagen dann z. B. über Hitzewallungen, Scheidentrockenheit und Schlafstörungen sowie Gewichtszunahme, Schwindel, Herzrasen, Reizbarkeit, Konzentrationsschwäche und Stimmungsschwankungen.

Maria Zaffarana

25.08.11

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