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Kariesvorsorge ab dem ersten Milchzahn

Frühkindliche Karies ist in Deutschland nach wie vor ein verbreitetes gesundheitliches Problem. Jedoch werden entsprechende Untersuchungen von den meisten gesetzlichen Kassen bislang noch nicht als freiwillige Zusatzleistungen angeboten. Das ergab eine Umfrage der Informationsstelle für Kariesprophylaxe (IfK). Zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen für Kinder können gesetzliche Kassen zwar auf freiwilliger Basis bereits ab dem ersten Milchzahn erstatten.

Gesetzlich verpflichtet sind sie dazu jedoch erst, wenn die Kinder 30 Monate alt sind. Durchschnittlich sind hierzulande zehn bis 15 Prozent der Kleinkinder von frühkindlicher Karies betroffen. Begünstigt wird die Erkrankung bei den Kleinsten, wenn sie ständig zucker- und säurehaltige Getränke aus der Flasche nuckeln sowie häufig Süßigkeiten verzehren. Viele Eltern unterschätzen zudem die gesundheitliche Bedeutung der Milchzähne und putzen die Zähne des Kleinkindes nur unregelmäßig. Wird nicht möglichst frühzeitig ein Zahnarzt besucht, bleiben die Schäden unerkannt.

“Früherkennungsuntersuchungen vor dem 30. Lebensmonat haben den Vorteil, dass der Zahnarzt erste Schäden, vor allem aber das Kariesrisiko des Kindes beurteilen kann. Stellt er ein solches Risiko fest, kann er präventive Maßnahmen wie die lokale Fluoridierung der Zähne sowie Kontrollintervalle festlegen”, erklärt Professor Stefan Zimmer, Lehrstuhlinhaber für Zahnerhaltung und Präventive Zahnmedizin an der Universität Witten/Herdecke.

“Gerade weil in den ersten 30 Lebensmonaten im Allgemeinen noch keine zahnärztliche Diagnostik besteht, ist es wichtig, dass Eltern auf geeignete Prophylaxemöglichkeiten achten.” Dazu gehören laut Zimmer eine fluoridhaltige Kinderzahnpasta (bis 500 ppm Fluorid) sowie eine zahnfreundliche Ernährung zum Beispiel durch die Verwendung von fluoridiertem Speisesalz im Haushalt. “Studien haben gezeigt, dass die Zeit bis zum Durchbruch des voll entwickelten Milchzahngebisses prägend und von hoher Bedeutung für das weitere Kariesrisiko im Milchgebiss und bei bleibenden Zähnen ist”, so Prof. Zimmer.

Quelle: Medical Press

27.11.15

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