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Klettern gegen die Sucht

Auf den Berg gegen die Sucht: Ein Kletterkurs kann Menschen mit Alkoholproblemen helfen, Ängste zu überwinden und ihr Selbstvertrauen im Rahmen einer stationären Entzugsbehandlung zu stärken. Dies zeigen die Ergebnisse einer Studie, die in der Fachzeitschrift “Suchttherapie” vorgestellt wurden. Menschen mit Alkoholproblemen leiden oft unter Depressionen und Angststörungen. Sie haben häufig auch ein geringes Selbstwertgefühl. Zudem fehlt ihnen die Überzeugung mit den eigenen Fähigkeiten ein gewünschtes Ergebnis erreichen zu können. Psychologen sprechen von einer verminderten “Selbstwirksamkeitserwartung”.

Das trägt dazu bei, dass die Kranken es nicht schaffen, ihre Trinkmenge zu begrenzen, so Dr. Leila Maria Soravia, Bern (Schweiz). Im Rahmen der Suchttherapie können die Patienten an einem Kletterkurs teilnehmen. Dreimal die Woche besuchen sie eine Kletterhalle. Nach dem Aufwärmen und einigen Technikübungen geht es an die Kletterwand. Eine Untersuchung von 66 Patienten, die das Angebot annahmen, zeigt, dass die meisten Teilnehmer durch das Klettertraining auch in ihrer Psyche gestärkt wurden. Und das therapeutische Klettern führte dazu, dass die Patienten die Entwöhnungsbehandlung früher abschließen konnten. Sie verließen im Durchschnitt nach 81 Tagen die Klinik. Bei den Patienten, die das Angebot abgelehnt hatten, dauerte der stationäre Entzug im Durchschnitt 108 Tage. Der Unterschied war allerdings statistisch nicht signifikant, auch über die Rückfallquote wissen die Therapeuten noch nichts.

Quelle: Medical Press

24.08.15

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