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Klimatherapie bei Hauterkrankungen

Unter einer Klimatherapie versteht man einen Aufenthalt in einem therapeutisch wirksamen Klima, einem sog. Heilklima. Dabei werden die verschiedenen klimatischen und witterungsbedingten Eigenschaften einer Region genutzt, um auf bestimmte Symptome oder Erkrankungen einen positiven Einfluss auszuüben. In einem Heilklima sind die klimatischen Bedingungen für Menschen mit Hauterkrankungen optimal.

Reine und pollenarme Luft hat eine gute und stimulierende Wirkung auf den Organismus. Für die Klimatherapie eignen sich insbesondere das Küsten- und Seeklima, sowie das Mittel- und Hochgebirgsklima. Ziel der Klimatherapie ist es, den Organismus zu stärken. „Die Luft im Hochgebirge ist besonders rein, sie enthält kaum Pollen, Allergene oder Hausstaubmilben. Diese Entlastung von belastenden Stoffen beruhigt das Immunsystem und es kommt bei Neurodermitikern zu einer Besserung des Hautbildes“, erklärt Prof. Dr. Angela Schuh, Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).

Gemeinsam mit dem Hausarzt wird zunächst eine passende Kur für den Betroffenen gesucht. Der Arzt entscheidet dann welche Form der Kur die passende für die Rehabilitation des betroffenen Patienten ist, und hilft auch beim Ausfüllen der Anträge. Vor Ort stehen Kurärzte und Klimatherapeuten an der Seite des Patienten, verschreiben die Anwendungen und begleiten den Patienten bei der Therapie. In den Kliniken im Hochgebirge und an der See werden Rehabilitationsmaßnahmen angeboten. Diese Maßnahme dauert i. d. R. drei bis vier Wochen. Alle vier Jahre hat ein Patient erneut Anspruch auf eine Rehabilitationsmaßnahme.

Für Menschen, die von einer Schuppenflechte (Psoriasis) betroffen sind, eignet sich die Klimatherapie in den Küstengebieten. Die Luft ist besonders klar, allergen- und schadstoffarm. Heilsam wirkt auch der Salzgehalt der Luft. „Aufenthalte an der Nord- und Ostsee sind insbesondere im Sommer empfehlenswert. Die UV-B-Strahlung regt den Organismus an, Vitamin D zu bilden, was anschließend einen positiven Effekt auf die Haut hat, bei Patienten mit Schuppenflechte“, erläutert Prof. Schuh. UV-B-Strahlen sind im Vergleich zu UV-A-Strahlen energiereicher. Sie dringen nur in die Oberhaut ein, können aber bei zu hoher Strahlung krebsauslösend sein. Das Klima an der See zeichnet sich aus durch milde Winter und kühle Sommer. Typisch für das Seeklima sind verringerte Tages- und Jahresschwankungen von Lufttemperatur und Luftfeuchte. Auch das Hochgebirgsklima ist ein geeignetes Klima für Patienten mit Schuppenflechte. Die UV-B Strahlung ist dort das ganze Jahr über vorhanden und trägt dazu bei, die Symptome der Schuppenflechte zu verringern.

Für Menschen mit einer Hauterkrankung wie Neurodermitis oder Psoriasis bietet es sich auch an, Urlaub in Gegenden zu machen, wo das Klima einen positiven Effekt auf die Haut hat. Auf diese Weise profitieren sie ganzjährig von dem positiven Effekt der Klimatherapie.

Quelle: Patient und Haut 1/2015

11.01.16

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