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Kontaktallergien bei Kindern

Etwa 10 % aller Kinder und Jugendlichen sind dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge von einer Kontaktallergie betroffen. Während bei Kleinkindern im Alter von bis zu zwei Jahren nur rund 2,3 % der Kinder eine Kontaktallergie aufweisen, sind es im Alter zwischen sieben und zehn Jahren bereits 10,3 %, wobei Mädchen insgesamt häufiger betroffen sind als Jungen.

Zu den Hauptauslösern für Kontaktallergien zählt das RKI Nickel und Duftstoffe. Aber auch Farb- und Klebstoffe sowie Konservierungsmittel wie Formaldehyd können Kontaktallergien hervorrufen. All diese Substanzen können auch in Spielzeugen, Möbeln und Teppichen vorkommen. Vor allem beim Kontakt mit Nickel werden viele Kinder gegen diesen Stoff sensibilisiert, sodass es bei einem erneuten Kontakt zu allergischen Hautreaktionen kommen kann.

Nickel

Für die Freisetzung von Nickel gibt es einen Grenzwert: Gegenstände dürfen maximal 0,5 Mikrogramm Nickel pro Quadratzentimeter und Woche freisetzen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hatte jedoch 2013 festgestellt, dass Metallspielzeug, darunter vor allem Metall- und Modellbaukästen, den Grenzwert von 0,5 Mikrogramm/cm2 häufig überschritt. Auch wenn das BfR daher die Bundesländer aufforderte, die Kontrollen für solche Spielzeuge auszuweiten, sollten Eltern beim Kauf solcher Spielzeuge nach wie vor vorsichtig sein – insbesondere kleinere Kinder, die Spielzeuge noch häufig in den Mund nehmen, sollten besser nicht mit Spielzeugen aus Metall spielen.

Duftstoffe in Spielzeug

Vielen Spielzeugen werden Duftstoffe zugesetzt, u. a. mit dem Ziel, den Kaufanreiz zu erhöhen. Zwar hat die EU-Spielzeugrichtlinie bereits 55 Duftstoffe für Spielzeug wegen ihres allergenen Potenzials verboten und für elf weitere Grenzwerte festgelegt, doch dem BfR geht diese Maßnahme nicht weit genug. Denn auch andere Duftstoffe können u. U. zu Kontaktallergien führen. Eltern sollten daher vor dem Kauf das Spielzeug in die Hand nehmen und bei ungewöhnlichen Gerüchen besser auf den Kauf verzichten.

Möbel für das Kinderzimmer

Beim Kauf von Möbeln und Teppichen fürs Kinderzimmer sollten Eltern sich vor allem auf ihre Nase verlassen. Wenn die Möbel stechend riechen, sollten Eltern Abstand vom Kauf nehmen oder – falls sie sie bereits gekauft haben – zunächst ausdünsten lassen, z. B. im Keller oder auf dem Dachboden, dort, wo sie niemanden mit ihrem Geruch belästigen. Strömen sie nach drei bis vier Wochen immer noch einen unangenehmen Geruch aus, sollten Eltern sie reklamieren und zurückgeben.

Ganz allgemein gilt, dass Möbel aus Massivholz Spanplattenmöbeln vorzuziehen sind, denn Letztere enthalten oft Formaldehyd. Die Oberflächen von Möbeln aus massivem Holz sollten möglichst unbehandelt oder mit einem lösungsmittelfreien Wachs behandelt sein. Das Umweltsiegel „Blauer Engel“ kann beim Kauf von Möbeln fürs Kinderzimmer Orientierung geben, denn die so ausgezeichneten Möbel wurden u. a. auf Formaldehyd und andere Schadstoffe geprüft.

Quelle: allergikus 3/2015

18.11.15

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