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Kontinuierliche Glukosemessung (CGM) bei Diabetes

Studie zeigt günstige Effekte über längere Zeit

Signifikant niedrigere Blutzuckerwerte auch über eine längere Zeit – und ein höheres Wohlbefinden. Dies sind nur einige der Ergebnisse einer Langzeitstudie der schwedischen Sahlgrenska Akademie für die Anwendung der kontinuierlichen Glukosemessung an Personen mit Typ-1-Diabetes, so die Universität Göteborg.

„Dies ist eine von wenigen neuen Behandlungen in den letzten Jahrzehnten, die signifikant den Blutzuckerspiegel bei Menschen mit Typ-1-Diabetes senken, die von Insulininjektionen abhängig sind“, erklärt Univ.-Prof. Marcus Lind, Uddevalla, Schweden.

Langzeiteffekte von CGM untersucht

An der Studie nahmen insgesamt 161 Personen aus ganz Schweden teil. Jeder von ihnen benötigte mehrere Male am Tag Insulininjektionen, um die Blutzuckerwerte unter Kontrolle zu halten. Sie wurden zufällig in verschiedene Bedingungen eingeteilt: Entweder sollten sie das übliche Behandlungsvorgehen weiterführen und ihren Blutzucker selbstständig mit einem Messgerät und einem Stich in den Finger mindestens viermal täglich messen oder ein kleines Gerät benutzen, das den Blutzucker kontinuierlich über ein dünnes Sensorfilament unter der Haut im Bauch misst. Eine weitere Einheit in der Tasche piepste oder vibrierte, wenn der Blutzuckerspiegel zu hoch oder zu niedrig war.

Die Studie dauerte 16 Monate und die Patienten wandten jede Methode für sechs Monate an, verbunden mit einer viermonatigen Periode ohne besondere Anweisung seitens der Forscher zwischen den beiden Behandlungsrunden.

Ergebnisse: Bessere Blutzuckerwerte, höhere Lebensqualität

„Die Hauptfrage war, ob es einen Unterschied in den durchschnittlichen Blutzuckerwerten geben würde. Was wir sahen, war, dass, wenn die Patienten die kontinuierliche Blutzuckermessung anwandten, sie im Schnitt niedrigere Blutzuckerwerte hatten – etwas, das als bedeutsam angesehen wird, wenn es darum geht, das Risiko für Komplikationen durch Typ-1-Diabetes zu reduzieren“, erläutert Univ.-Prof. Lind.

Der Langzeitblutzuckerwert HbA1c sank ebenfalls um fünf Einheiten (Millimol per Mol). Ein Sprung, der es als gerechtfertigt erscheinen lässt, mehr Patienten Zugang zu der Behandlung zu ermöglichen. „Wenn der Blutzuckerspiegel in den Zellen hoch ist, werden verschiedene biochemische Prozesse angestoßen, die das Risiko für Schäden, besonders an Nerven und Gefäßen, erhöhen. Wenn man über lange Zeitperioden hohe Blutzuckerspiegel hat, können z. B. die Netzhaut, die Nieren oder das Herz geschädigt werden. Je höher die Werte sind, umso schädlicher ist das, weshalb diese Ergebnisse so wichtig sind“, betont Univ.-Prof. Lind.

Die Untersuchung zeigte darüber hinaus einen Anstieg in der Behandlungszufriedenheit und im Wohlbefinden der Patienten – Faktoren, die für sich genommen wichtig sind, aber auch die Chancen für eine erfolgreiche Langzeitbehandlung verbessern. „Es ist wichtig, wie die Patienten ihre Behandlung im Alltag erleben, wenn es um ihre Bereitschaft, damit fortzufahren geht – es darf nicht zu kompliziert werden. Lebensqualität und Wohlbefinden werden daher auch immer mehr in den Leitlinien für die Diabetesbehandlung betont“, sagt Univ.-Prof. Lind.

Quelle: Befund Diabetes 2/2017

18.07.17

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