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Kontrolliertes und unkontrolliertes Asthma

Asthmakontrolle – stetige Anpassung sinnvoll

Mediziner unterscheiden das Asthma danach, wie gut es durch die Therapie kontrolliert ist. Von kontrolliertem Asthma sprechen die Ärzte, wenn

  • bei Kindern tagsüber keine Symptome auftreten (bei Erwachsenen weniger als zweimal wöchentlich)
  • nachts keine Symptomatik festzustellen ist
  • die Betroffenen alle Aktivitäten ohne Einschränkungen durchführen können
  • die Patienten eine normale Lungenfunktion aufweisen
  • sie keine Notfallmedikamente einsetzen müssen (bei Erwachsenen weniger als zweimal pro Woche)
  • keine Verschlechterungen (sog. Exazerbationen) auftreten

Von einem teilweise unkontrollierten Asthma ist die Rede, wenn von den folgenden Symptomen ein bis zwei pro Woche auftreten:

  • es kommt tagsüber (bei Erwachsenen häufiger als zweimal pro Woche) zu Asthmasymptomen
  • nachts treten Beschwerden auf
  • Notfallmedikamente kommen zum Einsatz (Erwachsene: häufiger als zweimal wöchentlich)
  • es kommt zu Einschränkungen des Alltags
  • und im Jahr ein- bis zweimal zu Exazerbationen
  • Die Lungenfunktion liegt unter 80 % des Norm-FEV1-Werts, d. h. unter 80 % des für das jeweilige Alter und die jeweilige Körpergröße normalen Werts für die Einsekundenluft. Das ist die maximale Luftmenge, die innerhalb einer Sekunde unter Aufwendung von Kraft ausgeatmet werden kann.

Unkontrolliert ist das Asthma dann, wenn wenigstens drei der beim teilweise unkontrollierten Asthma genannten Kriterien in der Woche erfüllt sind. Bei Kindern äußern sich Asthmasymptome u. U. nicht so heftig wie bei Erwachsenen oder nur mit unspezifischen Beschwerden wie Husten, weshalb Eltern mit ihrem Kind unbedingt in regelmäßigen Abständen oder bei Auftreten ungewöhnlicher Beschwerden zur Überprüfung der Asthmakontrolle zum Arzt gehen sollten.

Unkontrolliertes Asthma – was tun?

Nicht immer lässt sich Asthma leicht unter Kontrolle bringen. Wegen des Risikos für Folgeerkrankungen, aber auch wegen der Einschränkungen, die unkontrolliertes Asthma nach sich zieht, sollten Patienten, die trotz Therapie von unkontrolliertem Asthma betroffen sind, ihren Arzt bitten, sie an eine auf Asthma spezialisierte Klinik zu überweisen. Dort arbeiten Mediziner, die sich mit schweren Fällen auskennen und u. U. neben der Asthmatherapie eine weitere Behandlung (z. B. Hyposensibilisierung bei allergischem Asthma) einleiten und nach Wegen suchen, wie sich die Beschwerden individuell lindern lassen.

Quelle: allergikus 4/2017

24.04.18