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Diagnose der koronaren Herzkrankheit

Symptome einer koronaren Herzkrankheit

Die koronare Herzkrankheit (KHK) kann sich in verschiedenen Erscheinungsformen manifestieren: u. a. als Angina pectoris (anfallsartiges Engegefühl in der Brust), Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche) oder Herzrhythmusstörungen (Störung der Herzschlagfolge). Je nachdem, welches Blutgefäß verengt und welche Region des Herzmuskels betroffen ist, variieren die Beschwerden.

Schwere der koronaren Herzkrankheit ist abhängig von dem Ausmaß der Minderdurchblutung

Bei einer chronischen koronaren Herzkrankheit treten nicht ständig Beschwerden auf. Es kann jedoch zu Akutereignissen kommen, bei denen dann starke Schmerzen hinter dem Brustbein auftreten können. Häufig strahlen diese Beschwerden aus und sind dann im Nacken, Hals, Kiefer, in den Armen oder im Oberbauch spürbar. Meist kommt es außerdem zu Atemnot, Schweißausbrüchen und Übelkeit. Viele Patienten beschreiben ein dabei präsentes Gefühl der Todesangst.

Beim Auftreten derartiger Symptome ist es dringend erforderlich, einen Notarzt zu rufen, da im Falle eines Herzinfarkts eine unverzügliche Behandlung eingeleitet werden muss. In der Notfallmedizin wird mitunter von der „ersten goldenen Stunde“ gesprochen, innerhalb derer die medikamentöse bzw. mechanische Öffnung verschlossener Blutgefäße den größten Therapieerfolg verspricht.

Verfahren zur Diagnose einer Koronaren Herzkrankheit

Besteht nach dem Arzt-Patienten-Gespräch (Anamnese) und körperlicher Untersuchung der Verdacht, dass eine koronare Herzkrankheit vorliegt, werden Echokardiogramme des Herzens angefertigt, die über die Funktionstüchtigkeit des Organs Auskunft geben. Bei diesem sog. EKG werden die elektrischen Impulse gemessen, die Kontraktionen der Herzmuskelfasern auslösen. Diese werden dann über einer Zeitachse dargestellt. Es ergeben sich dabei charakteristische Grafen mit größeren Spitzen und kleineren Ausschlägen. In der Regel wird die Herzaktivität im Liegen gemessen (sog. Ruhe-EKG) und bei körperlicher Aktivität, z. B. beim Rad fahren (sog. Belastungs-EKG). Außerdem kann ein portables Gerät auch während eines Tages oder für längere Zeit Aufzeichnungen machen (sog. Langzeit-EKG).

Außerdem wird mithilfe von Laboruntersuchungen abgeklärt, ob z. B. Risikofaktoren wie erhöhte Blutfettwerte oder ein erhöhter Blutzuckerspiegel vorliegen. Bei Bedarf können darüber hinaus weitere Untersuchungen durchgeführt werden, z. B. eine Herzkatheter-Untersuchung. Dies ist ein Verfahren, bei dem in die Herzkranzgefäße ein dünner flexibler Schlauch eingeführt wird, mit dessen Hilfe man ein Kontrastmittel in die Blutgefäße einleitet, wodurch diese dann auf einem Röntgenbild sichtbar gemacht und genauer untersucht werden können. Auch andere bildgebende Verfahren (CT, MRT etc.) werden mitunter zur Diagnose der koronaren Herzkrankheit genutzt.

Auch Größe und Gewicht werden ermittelt, um den sog. Body-Mass-Index (BMI) festzustellen. Der Blutdruck wird überprüft und Lunge und Herz können abgehorcht werden. Eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs (Röntgenthorax) wird in seltenen Fällen durchgeführt. Weitere Verfahren wie Myokardszintigrafie können in einzelnen Fällen eingesetzt werden.

Antje Habekuß

20.05.15

Diagnose
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