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Entstehung der koronaren Herzkrankheit

Die Entstehung der koronaren Herzkrankheit liegt in einer Verengung der Herzkranzgefäße begründet. Die koronare Herzkrankheit bleibt ein Leben lang bestehen. Je nach Schweregrad und unter Veränderung bestimmter Verhaltensweisen können Patienten jedoch auch nach der Entstehung der koronaren Herzkrankheit ein normales Leben führen.

Bei vielen Patienten kann die Entstehung der koronaren Herzkrankheit mehrere Jahre zurückverfolgt werden. Durch bestimmte Faktoren lagern sich Fette und Kalk an den Innenwänden der Koronararterien ab und verengen sie. Durch die Verengung kann das sauerstoffhaltige Blut nicht mehr ungehindert zum Herzen transportiert werden, weshalb es nach und nach zu einer Unterversorgung kommt. Diese Unterversorgung bleibt meist zunächst unbemerkt, wirkt sich aber ab einem bestimmten Grad der Verengung und Verstopfung der Arterien in verschiedenen Beschwerden aus.

Typische Beschwerden bei der Entstehung der koronaren Herzkrankheit

Weil die Entstehung der koronaren Herzkrankheit i. d. R. nicht plötzlich auftritt, bemerken viele Betroffene die ersten Symptome meist gar nicht. Auch die Ausprägung der Beschwerden und Symptome ist sehr verschieden. Bei der Entstehung der koronaren Herzkrankheit kann es beispielsweise zu Atemnot und Schweißausbrüchen beim Treppensteigen kommen, was viele Betroffene noch nicht als Bedrohung ansehen. Auch das Ausmaß der Beschwerden ist sehr unterschiedlich. Die Patienteninformation vom Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin weist Betroffene auf folgende typische Beschwerden hin:

  • Luft- und Atemnot
  • Schweißausbrüche/Übelkeit
  • Schmerzen hinter dem Brustbein, eventuell Strahlungsschmerz in Hals, Kiefer, Arme und Oberbauch
  • Gefühl der Lebensbedrohung

Diese Symptome können sowohl mit als auch ohne Angina pectoris auftreten. In der Medizin wird Angina pectoris als plötzliches Gefühl der Enge im Brustbereich verstanden, welches mit und ohne Schmerzen auftreten kann. Angina pectoris ist das häufigste Anzeichen für die Entstehung der koronaren Herzkrankheit und tritt sehr häufig bei körperlicher Belastung auf. Weil das Herz unter körperlicher Belastung, sei es körperlich aber auch psychisch, mehr Sauerstoff benötigt, macht sich die koronare Herzkrankheit meist unter solchen Belastungen bemerkbar: Durch die Unterversorgung einzelner Herzmuskelabschnitte kommt es zur Übersäuerung des Gewebes, was den Schmerz, also Angina pectoris, auslöst.

Bleiben solche Beschwerden unbeachtet und damit unbehandelt, riskiert der Betroffene Herzrhythmusstörungen, eine chronische Herzschwäche oder gar einen Herzinfarkt.

Risikofaktoren zur Entstehung der koronaren Herzkrankheit

Macht man sich bewusst, dass das Herz täglich gut 100.000 Mal schlägt, also sauerstoffhaltiges Blut aus den Lungen in den Körper pumpt, so wird schnell deutlich, welche Höchstleistungen dieses Organ erbringt. Zwar hört man bei nahezu jeder Krankheit und ihrer Vorbeugung, dass eine gesunde Lebensweise das oberste Gebot sei, allerdings kommt gerade bei der Entstehung der koronaren Herzkrankheit dem Lebensstil eine große Bedeutung zu.

Tatsächlich ist alles, was nicht gesund ist, ein Risikofaktor zur Entstehung der koronaren Herzkrankheit. Einige Faktoren, die die koronare Herzkrankheit begünstigen können, sind z. B.:

  • Rauchen, weil sich Nikotin unmittelbar auf die Lungen und auch den Sauerstoffgehalt, der über das Blut zum Herzen gelangt, auswirkt. Zudem fördert das Rauchen Arterienverkalkung und verringert so direkt den Blutzufluss in die Koronararterien.
  • Übergewicht. Durch eine Erhöhung der Blutfettwerte kommt es zu Ablagerungen von Fett in den Arterien. In Verbindung mit Kalk entsteht Plaque, was unmittelbar zur Verstopfung der Herzkranzgefäße führt.
  • Bewegungsmangel, weil Bewegung den Herzmuskel trainiert und für eine gute Sauerstoffzufuhr sorgt.
  • Ungesunde Ernährung, weil zu viel Fett und Zucker zu Übergewicht führen und Diabetes mellitus Typ 2 verursachen können.

Zu diesen Risikofaktoren, die jeder Mensch selbst beeinflussen kann, gehören weitere Faktoren, die die Entstehung der koronaren Herzkrankheit begünstigen können, wie z. B. ungünstige Blutfette, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck. Auch erbliche Vorbelastung kann zur Entstehung der koronaren Herzkrankheit beitragen. Darüber können auch psychosozialer Stress und emotionale Belastungen Faktoren bei der Entstehung der koronaren Herzkrankheit sein. Laut Leitlinie sind Männer weitaus häufiger von der Entstehung der koronaren Herzkrankheit betroffen.

Folgen der koronaren Herzkrankheit

Bleibt die koronare Herzkrankheit unbemerkt und wird nicht behandelt, wird das Herz dauerhaft geschädigt und es kommt im schlimmsten Fall zum plötzlichen Herztod. Laut Deutscher Herzstiftung sind in Deutschland rund 1,5 Millionen Menschen von der koronaren Herzkrankheit betroffen. Jährlich erleiden 300.000 Deutsche einen Herzinfarkt, 80.000 sterben an einem plötzlichen Herztod und rund 23.700 an Herzrhythmusstörungen.

Sabrina Mandel

20.05.15

Entstehung
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