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Krebs bei unbekanntem Primärtumor

Was ist das CUP-Syndrom?

CUP-Syndrom – dieses Kürzel steht für Cancer of Unknown Primary, zu deutsch: Krebs bei unbekanntem Primärtumor. Was zunächst einmal seltsam klingt, ist gar nicht so selten: Laut Krebsinformationsdienst kommt dies bei drei bis fünf von 100 Krebspatienten vor – nämlich, dass Metastasen im Körper gefunden werden, dabei aber nicht klar ist, wo der eigentliche Krebstumor sitzt.

Krebs wird bei vielen Krebspatienten anhand der Metastasen erkannt, denn oft sind es diese, die erst gesundheitliche Beschwerden verursachen, wie Übelkeit und Erbrechen bei Lebermetastasen. Dann ist zwar schnell klar, dass eine Tumorerkrankung vorliegt, aber nicht immer finden die Mediziner sofort den Ursprung. Mitunter dauert dann die Diagnostik recht lang, Tage oder Wochen, so der Krebsinformationsdienst. Bei einem CUP-Syndrom können die Mediziner trotz ausführlicher Untersuchung den Primärtumor nicht entdecken.

Therapiemöglichkeiten bei CUP-Syndrom

Wie sehen in einem solchen Fall die Behandlungsmöglichkeiten aus? Manchmal helfen die Gewebeeigenschaften der Metastasen den Ärzten weiter. Je nachdem, wie stark sie verändert sind, lässt dies noch Rückschlüsse auf den Ursprungstumor zu, so der Krebsinformationsdienst. Dann kann der Krebspatient eine Behandlung entsprechend dieser Krebserkrankung erhalten, beispielsweise Lungenkrebs. Wenn es den Ärzten jedoch nicht mehr möglich ist, aus den Eigenschaften des Metastasengewebes Rückschlüsse auf den Primärtumor zu ziehen, gibt es dennoch Therapien, um die Metastasen so gut wie möglich zu bekämpfen und die Beschwerden zu lindern. Laut Deutscher Krebsgesellschaft (DKG) ist die Behandlung bei mehreren Metastasen in verschiedenen Körperregionen meist eine Chemotherapie.

Entstehung des CUP-Syndroms: zwei Thesen

Doch wie kann es möglich sein, dass der eigentliche Krebsherd trotz gründlicher Untersuchung nicht gefunden wird? Laut Krebsinformationsdienst gibt es hierzu zwei Thesen: Erstens: Krebszellen vemehren sich, indem sie sich teilen. Wenn Menschen ein CUP-Syndrom aufweisen, ist es möglich, dass sich die Zellen sehr schnell im Körper ausbreiten, ohne dass überhaupt ein Primärtumor wächst oder dieser so klein ist, dass er mit den verfügbaren Diagnoseverfahren nicht entdeckt werden kann. Zweitens: Der Körper hat den eigentlichen Krebsherd erfolgreich bekämpft, sodass er nicht mehr weiterwachsen konnte oder verschwunden ist. Bei den Metastasen hat er dies indes nicht geschafft.

Quelle: Befund Krebs 2/2017

10.07.17

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